(Unsere Familie, 7. Jahrgang, Nummer 4, den 20. Februar 1940, Seite 55)

Liebe Geschwister!

Ihr alle seid der Zeitschrift "Unsere Familie" auf eine ganz besondere Weise verbunden. Nicht Bezieher schlechthin seid Ihr, sondern ihre Freunde.

Freundschaft soll sich in ernsten und schweren Zeiten besonders bewaehren. Ihr alle wisst, dass wir staendig an einer Verbesserung des Inhalts der Zeitschrift "Unsere Familie" arbeiten, damit sich in ihr bestes neuapostolisches Wesen offenbart.

Wir haben mit grosser Befriedigung feststellen koennen, dass unsere Geschwister der Einschraenkung des Umfanges der Zeitschrift - eine durch die gegenwaertigen Verhaeltnisse bedingte und deshalb selbstverstaendliche Massnahme, der sich nicht nur unsere Zeitschrift unterwerfen musste, grosses Verstaendnis entgegenbringen. Wir haben unsererseits alles darangesetzt, um durch Verbreiterung des Textteiles und schaerfste Auswahl der Beitraege diese Einschraenkung einigermassen wettzumachen.

Wir vertrauen weiter auf Eure Einsicht und vor allem auf Eure Freundschaft. Das Erscheinen der Zeitschrift "Unsere Familie" ist heute mehr denn je erforderlich. Denkt daran, dass eine grosse Anzahl von Geschwistern oft einzig und allein durch unsere Zeitschriften mit dem Werk Verbindung haben, weil die Amtstraeger vieler Gemeinden ihrer Pflicht als Soldat genuegen.

Unser Vaterland wird den ihm aufgezwungenen Kampf siegreich bestehen. Dieses Ziel, fuer das wir alle bis zum Letzten uns einzusetzen verpflichtet sind, mit allem, was wir haben, wird nach seiner Erreichung diese kleine Einschraenkung sehr bald vergessen lassen.

Wir gruessen Euch herzlich!

Verlag und Schriftleitung.

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