"Unsere Familie", 20. Maerz 1938, Seite 242.

Am 10. April dem Fuehrer unser "Ja"!

Ihr alle, die Ihr treue Leser der Zeitschrift "Unsere Familie" seid, Ihr
wisst, dass wir sie seit ihrem Bestehen immer unter dem Gesichts-
punkt des positiven, praktischen Tatchristentums im Sinne unseres
neuapostolischen Glaubens gestalteten. Wenn wir Euch im An-
schluss an die Berichte ueber die Reisen des Stammapostels, die
der unmittelbaren Vertiefung unseres Glaubenslebens dienen, im
uebrigen Teile immer wieder an die Produktionsprozesse der
Wirtschaft und der Industrie heranfuehren, wenn wir Euch zeigen,
was im Rahmen des Vierjahresplanes mit seinen vielen Moeglich-
keiten alles geschafft wurde und geschafft werden kann, wenn
wir die Hausfrau zur Sparsamkeit inbezug auf das Rohstoffpro-
blem mahnen und ihr entsprechende Vorschlaege unterbreiten,
wenn wir unsere Erzaehlungen und Kurzgeschichten aus dem
taeglichen Leben schoepfen, dann geschah dies alles deshalb,
weil wir keine religioesen Phantasten, Eigenbroetler und Wol-
kenkuckucksheimer sind, sondern weil wir mit beiden Beinen
fest auf der Erde stehen und uns mit den Realitaeten dieses
Lebens klar auseinandersetzen.

Unser neuapostolischer Glaube ist eine geistige Angelegenheit,
die allerdings ihre Auswirkungen im Irdischen hat und haben
muss, denn ein Glaube ohne Werke ist tot und wertlos. Wir
tun deshalb unsere Pflicht und unsere Arbeit in Ehrlichkeit,
Treue und Gehorsam, so gut wir es nur irgend vermoegen,
um in allem als wahre Tatchristen erfunden zu werden. Und
der nationalsozialistische Staat hat uns noch nie daran gehin-
dert, neuapostolische Christen sein zu koennen. Wir haben
uns immer ganz besonders darueber gefreut, wenn wir von
unseren auslaendischen Lesern hoerten, dass ihnen durch die
Zeitschrift "Unsere Familie" - entgegen anderer im Auslande
in diesem Zusammenhange verbreiteten, bewussten Falsch-
meldungen - e i n w a h r e s B i l d u e b e r d i e t a t s a e c h-
l i c h e n V e r h a e l t n i s s e i n D e u t s c h l a n d v e r m i t-
t e l t w u r d e."

Wenn wir in unseren Gottesdiensten den Fuehrer und die
Regierung in unser Gebet einschlossen und einschliessen, wenn
wir den Allmaechtigen bitten: "beschuetze den Fuehrer und richte
auch fernerhin durch ihn aus, was du dir vorgenommen hast,
durch ihn zu tun", wenn wir weiterhin bitten: "gib Arbeit und
Brot und erhalte uns den Frieden" - dann sind dies keine Lip-
penbekenntnisse, dann beten wir dies mit unserem Herzen!
Und wieviele unserer Glaubensgeschwister sind nach der Macht-
ergreifung wieder in Lohn und Brot gekommen! Gottes Segen
war also sichtbar damit verbunden. Wir erinnern uns hier des
Rechenschaftsberichtes des Fuehrers am 20. Februar, mit dem
er dem deutschen Volke die gewaltigen Zahlen des Aufstiegs
nannte. Aus diesem Zahlenmaterial mag nur eine einzige Ziffer
herausgegriffen werden, die blitzartig erkennen laesst, was in
den fuenf Jahren Aufbauarbeit geleistet wurde: Im Jahre 1932,
also vor der Machtergreifung, betrug das Volkseinkommen 45,2
Milliarden Mark, im Jahre 1937 dagegen wurde die Summe von
68 Milliarden erreicht! Was mit diesen 23 Milliarden Mehrein-
kommen an Not und Elend beseitigt wurde, das koennen wohl
am besten die beurteilen, die seit 1932 wieder in Lohn und Brot
stehen.

Das, was uns neuapostolische Christen aber naturgemaess beson-
ders naheliegt, das ist die Tatsache, dass der Fuehrer uns vor dem
Chaos und der Gottlosigkeit des Bolschewismus bewahrt hat.
Wenn wir heute in unseren Kirchen beten duerfen, dann dan-
ken wir das dem Fuehrer! Das muss einmal eindeutig und
klar vor aller Welt gesagt werden
. Was geschehen waere,
wenn der Bolschewismus uns im Jahre 1933 ueberrannt haette,
das wagen wir uns angesichts der entsetzlichen Greuel in Russ-
land und Spanien nicht auszudenken. E s s t u e n d e n d a n n
k e i n S t a m m a p o s t e l u n d k e i n A p o s t e l m e h r,
u n d w i r k o e n n t e n E u c h a u c h a u f d e m W e g e
u e b e r d a s g e d r u c k t e W o r t n i c h t s m e h r v e r-
m i t t e l n. Der Allmaechtige aber hat uns durch den Fuehrer vor
diesem Unheil bewahrt, wie er sich ja immer zur Durchfuehrung
seiner Ratschluesse der Menschen und irdischer Mittel bediente.
[(Anm RF) Vergleicht bitte, liebe Leser, diese interessante
Aussprache mit den Aussprachen im zweiten "NEWS"-Artikel.
Dazu habe ich einen Kommentar geschrieben, wo steht: "Wird hier
gesagt, dass das Verbot auf oeffentliche Aeusserungen von Weis-
sagungen den "unerforschlichen Rat" Gottes ist? Wird hier, und das
ist noch viel schlimmer, gesagt dass in 1933 die nazistische
Obrigkeit
ein Werkzeug Gottes gewesen ist, weil Stammapostel
Bischoff durch sie gezwungen wurde, oeffentliche Weissagungen zu
verbieten? Wird hier sogar ganz vorsichtig ("Maenner der Obrig-
keit") Adolf Hitler ein posthumes Dankeschoen gesagt?"
Liebe Leser, ist vielleicht beim "NEWS"-Artikel noch ein bisschen
Zweifel moeglich, bei diesem UF-Artikel koennen wir ohne Zweifel
konkludieren: Adolf Hitler wird hier von der Neuapostolischen
Kirche als Werkzeug Gottes gesehen!
]


Und anstatt auf die Luegenpropaganda deutschfeindlicher
Verleumdungsfeldzuege und Hetzer zu hoeren, sollten die Ange-
hoerigen aller Kulturvoelker dem Fuehrer in unausloeschlicher
Dankbarkeit dafuer verbunden sein, dass er einen starken Schutz-
wall gegen den Bolschewismus, der Europa und die Welt be-
droht, aufgerichtet hat!


Wir wollen es ferner nie vergessen: Der Fuehrer war es, der die
wichtigsten Zelle des Staates, d i e F a m i l i e, in ihrem Bestand
erhielt, sie schuetzt und pflegt und ihr seine besondere Aufmerk-
samkeit widmet. Das "Hilfswerk Mutter und Kind", die Kinder-
Landverschickung, die Landkindergaerten, die mannigfache
Fuersorge fuer die Kinderreichen Familien, die gesundheitliche
Betreuung -- der Raum wuerde nicht ausreichen, wollte man
alle die sozialen Massnahmen und ihre Moeglichkeiten aufzaeh-
len, die fuer die Erhaltung und Staerkung der Familie ergriffen
und durchgefuehrt wurden. Wir haben in der Zeitschrift und
im Kalender "Unsere Familie" darueber immer wieder berich-
tet, und viele unserer Glaubensgeschwister haben diese Pflege
von Seiten des Staates schon selbst genossen. Im kommunis-
tischen Russland dagegen wird die Familie vom Staate zer-
schlagen, Eltern und Kinder werden auseinandergerissen und
die roten Kommissare uebertreffen sich gegenseitig in der Er-
findung grausamster Methoden der Vernichtung der Familie,
von denen die des Verhungernlassens noch die "barmherzig-
ste" darstellt. U n d m a n c h e r i m A u s l a n d e, d e r
h e u t e g e g e n D e u t s c h l a n d u n d s e i n e n
F u e h r e r h e t z t, d e r w a e r e v i e l l e i c h t s c h o n
n i c h t m e h r a m L e b e n, w e n n d e r B l u t r a u s c h
d e s B o l s c h e w i s m u s u e b e r s e i n L a n d u n d
s e i n e F a m i l i e g e k o m m e n w a e r e!

Wir haben in diesen Tagen wiederum eine Grosstat des
Fuehrers erlebt: die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem
deutschen Mutterlande
. Die ganze Welt hat den unbeschreib-
lichen Jubel der Deutsch-Oesterreicher gehoert, und
mancher von uns wird - wenn er an die bevorstehende
Volksabstimmung am 10. April denkt - sich fragen: "Ist
diese Volksabstimmung denn ueberhaupt notwendig?
Es ist doch selbstverstaendlich, dass es in deutschen
Landen niemanden gibt, der nicht mit der Wiederver-
einigung Oesterreichs mit Deutschland einverstanden
waere." Gewiss! Das ist schon richtig! Der Ruf aber, der
dem Fuehrer in den historischen Maerztagen dieses Jahres
aus ganz Deutsch-Oesterreich entgegenbrauste:
"Ein Volk, ein Reich, ein Fuehrer!" dieser Ruf, den man
ueberall auf der Erde, wo es Lautsprecher gab, hoerte,
er soll durch den Stimmzettel aller deutschen Volksgenos-
sen seine feierliche Bestaetigung finden.

Die Volksabstimmung soll der ganzen Welt die Ueberein-
stimmung des geeinten Grossdeutschlands mit seinem Fuehrer
beweisen. Dieser Beweis steht bereits fest in den Herzen aller
Deutschen, und wir alle wollen ihn auch aeusserlich zum Aus-
druck bringen, indem wir am 10. April dem Fuehrer freudig
unser "Ja!" geben.


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