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Pfingstgottesdienst, Leipzig, 3.6.2001

Textwort: 2. Tim. 1:7

(Chor)

(wetterbedingte Sendestörung)

[Stammapostel Fehr]
...Bürgerrecht, aber, ist im Himmel, woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unseren nichtigen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinen verherrlichten Leibe, nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann."

Mit diesem schönen Wort des Apostels Paulus an die Philipper grüße ich zum Pfingstfest 2001 das ganze Volk Gottes. Nicht nur Europa, sondern die ganze Apostolische Welt. Wir wollen immer daran denken, was auch immer geschehen mag und was es immer zu durchleben gibt, unser Bürgerrecht aber ist im Himmel. Und von dort erwarten wir täglich unseren Herrn und Heiland Jesus Christus, der mit der besonderen Kraft, mit der ihm alle Dinge untertan sind, uns verwandeln wird in einem Augenblick. Was ist denn das für eine besondere Kraft, mit der ihm alles untertan ist und durch die er uns verwandeln wird? Das ist genau die Kraft des Pfingstgeistes, die an uns noch einmal wunderbar wirken wird, wenn er kommt um zu vollenden. Bürgerrecht - denkt daran, wir haben ein Bürgerrecht im Himmel! Und dieses große Bürgerrecht zeichnet uns aus, und man spricht dann mit Fug und Recht von den Erwählten des Herrn, wenn das auch in unserer Zeit für gewisse Leute ein Reizwort geworden ist. Man solle nicht mehr von den Erwählten sprechen, denn beim lieben Gott sind doch alle gleich! Ja, Gott will schon, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Um das aber im Gang zu setzen in der ganzen Welt und in der Ewigkeit, braucht er Erwählte, und die sammelt er heute, die haben ein Bürgerrecht im Himmel.

Wer ein Bürgerrecht hat, muss es sich gefallen lassen, auch Bürgerpflichten zu haben. Liebe Geschwister, das ist uns völlig klar. Als Bürger eines Landes haben wir gewisse Rechte, auf die wir pochen können, die uns zustehen. Aber nicht nur Rechte hat ein Bürger, sondern auch Pflichten, und ich komme heute mal ganz spezifisch auf Bürgerpflichten zu reden der Bürger des Himmelreiches, unter den Titel: Keine Halbheiten! Liebe Übersetzer, ich gebe euch wieder einen Augenblick Gelegenheit, das entsprechende Wort in Eurer Sprache zu suchen und zu finden.

In Deutsch möchte ich sagen: Bitte keine Halbheiten, wenn es gilt, die Bürgerpflichten zu erfüllen! Keine Halbheiten! Wenn wir nur mit halbem Herz dabei wären bei der Sache, bewiesen wir damit, dass wir nur eine halbe Liebe haben zu Gott und seinem Werk.

Keine Halbheiten! Liebe Geschwister, fassen wir heute morgen neu den Entschluss: Herr, dir gehört das ganze Herz, nicht das halbe! Wenn wir ihn nur das halbe Herz schenken, haben wir nur halbe Liebe, und wenn wir einen halben Glauben hätten - zum Teil glauben wir, aber zum Teil zweifeln wir zum Teil hinterfragen wir - keine Halbheiten, möchte ich sagen, liebe Geschwister. Keinen halben Glauben! Ein halber Glaube ist Kleinglaube, und ein halber Glaube und ein Kleinglaube macht auch keine Glaubenserlebnisse und sammelt keine Glaubenserfahrungen. Keine Halbheiten, ein ganzer Glaube!

Er wird ja geschaffen durch das Wort göttlicher Predigt, das wir aufnehmen und in uns bewegen. Und wer nur eine halbe Hoffnung hätte, was beweist der denn damit? Dass er ein schwaches Vertrauen hat. Werft Euer Vertrauen aber nicht weg, sagt der alte Apostel, welches eine große Belohnung hat. Geschwister, keine Halbheiten! Nicht eine halbe Hoffnung haben! Einmal hoffen wir auf den Tag des Herrn, und am anderen Tag steht das wieder zur Diskussion, ob er überhaupt kommt, und ob er uns überhaupt kennt, und ob wir überhaupt ein Bürgerrecht haben im Himmel, von wo der Herr wiederkommen wird zu den Seinen. Keine halbe Hoffnung haben, das wäre Zeugnis für ein schwaches Vertrauen, liebe Geschwister.

Und wenn wir nur eine halbe Freude hätten, es ist doch oft festzustellen, dass nur halbe Freude vorhanden ist. Aber ich sage auch hier: Keine Halbheiten. Wer nur halb sich freuen kann, für den wird manches zu viel im Hause Gottes. Ich weiss, wir sind heute alle so sehr beschäftigt, und die Termine überschlagen sich, und man hat keine Zeit für dies und jenes. Man hat kaum Zeit, einmal tief durchzuatmen. Und trotzdem, mit einer halben Freude wird eben manches zuviel! Mit ganzer Freude, also keine Halbheiten, bringen wir gerne dieses und jenes Opfer. Liebe Geschwister: Keine Halbheiten!

Ein halber Eifer, wenn wir den hätten, ein halber Eifer, würde das beweisen, dass wir oft müde sind. Wer oft müde ist, hat nur noch halben Eifer. Unsere Bürgerpflicht aber ist: Keine Halbheiten. Mit freudigem Eifer an die Sache gehen, im Bewusstsein: Unser Herr kommt!

Und wenn er kommt, findet die herrliche Verwandlung statt, durch die Kraft, mit der er, der Herr, alle Dinge sich untertan macht. Also rufe ich Gottes Volk zu, am Pfingsten dieses Jahres: Bitte, bitte, keine Halbheiten! Machen wir ganze Sache.

Und nun zum vorgelesenen Wort hier. "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, und der Liebe, und der Besonnenheit".

Furcht tritt oft auf in unserem Leben. Man könnte sich wirklich manchmal vor manchem fürchten. Furcht hat man z.B. vor Verlust, den man erleiden muss. Furcht hat man auch vor Krankheit, das ist ganz eine logische Reaktion. Furcht hat man auch vor dem Tod, denn der Tod ist und bleibt ein Fremdkörper. Bis er endgültig überwunden wird, hat man Furcht vor dem Tod. Viele fürchten sich auch vor Strafe. Ja, nun gut, was kann man nun machen? Hier sagt der Apostel: "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht".

Wie treten wir dieser Furcht entgegen? Durch die Gottesfurcht, die in unseren Herzen leben soll. Geschwister, das ist ein probates Mittel gegen die Furcht, vor Verlust, vor Krankheit, vor Tod, vor Strafe. Wenn wir nach göttlichen Normen und Gesetzen versuchen zu leben, in der Gottesfurcht, schwindet alle andere Furcht. Das wollen wir uns zu Herzen nehmen, denn der liebe Gott hat uns ja nicht den Geist gegeben der Furcht, sondern es heisst hier: "Sondern der Kraft, und der Liebe, und der Besonnenheit".

Geist der Kraft: Gottes Geist wirkt so universell, so vielseitig, so wunderbar, dass man es nur in Ansätzen schildern kann, was dieser Geist alles schafft. Gottes Geist war schon am Anfang da, als er den Menschen seinem Odem einblies und der Mensch zu leben begann. Da war schon der Geist der Kraft an der Arbeit. Und der Heilige Geist wirkt und schafft immer noch, unterschätzen wir das nie, wunderbar, im Wort des Herrn vom Altar. In Wort wirken, wirkt der Geist der Kraft offenbar. Wer's Wort in Glauben erfasst, versucht es umzusetzen, auch im Altar wird die Kraft erleben, die in diesem Wort steckt. Und er wird erleben: Diese Worte sind Geist und sind Leben. Und er wird erleben, es ist geistgewirktes Wort unseres Gottes, in dem Kräfte liegen.

Liebe Brüder und Schwestern, er hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft, und darum nehmen wir auch immer gerne sein Wort auf. Da wirkt der Geist der Kraft. Auch in der Einheit wirkt der Geist der Kraft.

Wenn heute die Apostel Europas hier sind, eine große Schar, sehe ich im Geist noch eine größere Schar: Alle Apostel der Welt, über 300 an der Zahl. Und ich kann bezeugen ohne etwas zu beschönigen, oder Wunschdenken zu projizieren: Unter den Aposteln der Welt ist Einheit! Das ist der Geist der Kraft. Den hat uns der Herr gegeben. Nicht den Geist der Furcht, sondern den Geist der Kraft. Da ist Einheit.

Und dann schließlich steht hier: "Auch den Geist der Liebe". Wenn er uns doch den Geist der Liebe gegeben hat, dann ist bei uns immer noch das Wort "Versöhnung" groß geschrieben. Versöhnung kommt schließlich aus der Liebe. Wir wollen immer wieder Gnade und Versöhnung erleben. Und wer das hinnimmt, hat Frieden.

Alles kommt aus dem Geist der Liebe, meine Brüder und Schwestern, und wo Frieden ist, ist Harmonie. Ist das etwas schönes, wenn man sagen kann, im Einblick ins eigene Herz: Ich fühle in mir Harmonie, kommend aus dem Frieden. Der Frieden kommt aus der Versöhnung, aus der Gnade, alles fließt uns zu aus der Liebe. Er hat uns den Geist der Liebe gegeben. Wer denkt dabei nicht an die Worte Jesu, wo er alle Gesetze und alle Gebote zusammenfasste in die zwei: Liebe Gott, deinem Herrn, über alles, und deinen Nächsten wie dich selbst. Und dann sagt der Herr: „Und darin hanget das ganze Gesetz und alle Propheten."

Liebe, das ist etwas ganz großartiges. Er hat uns den Geist der Liebe und den Geist der Kraft gegeben, nicht den Geist der Furcht. Und schließlich: was erwächst aus dieser Liebe, aus diesem Frieden, aus der Harmonie? Segen, dann sind wir die Gesegneten des Herrn, alles durch den Geist der Liebe. Und dann heisst es hier noch so schön in der neuen Übersetzung:

"Und er hat uns gegeben den Geist der Besonnenheit". Was heisst denn das? Das hat eine vielschichtige Bedeutung. Besonnenheit ist auch zu vergleichen mit Selbstbeherrschung. Ein besonnener Mensch hat Selbstbeherrschung. Vielleicht fehlt das da auch noch etwas. Besonnenheit meint auch: Besserung, sich verbessern in manchen Dingen.

Ich komme zurück zum Anfang. Keine Halbheiten, wir wollen uns verbessern! Möglich ist das durch den Geist der Besonnenheit. Wenn man mal zur Besinnung kommt und sich überlegt, wo man steht, wer man ist, wohin man gehen will.

Liebe Brüder und Schwestern, der Geist der Besonnenheit meint auch: Einmal ruhig sein. Und wenn man gleich meint, es müsse einem zerplatzen: Ruhig sein, der Geist der Besonnenheit. Der Herr hat ihn uns gegeben. Und Besonnenheit heisst auch soviel wie: Maß halten. Wenn man Maß hält, ist man besonnen. Man kommt zur Besinnung, man überlegt, man denkt, man wägt ab, man wählt schließlich das Göttliche. Liebe Brüder und Schwestern, so ein wunderbarer Geist ist in uns hineingelegt, so ein wunderbarer Geist wirkt und schafft in uns in jedem Gottesdienst.

Möge darum die Furcht immer mehr schwinden und die Kraft offenbar werden, und die Liebe wirken und die Besonnenheit uns bewahren vor manchem Übel. So gehen wir freudig in die Zukunft, im Vertrauen auf Gottes Allmacht und Liebe und Güte. Aus ihm ist ja alles geworden, durch ihn wird sein Werk vollendet, zu ihm sind schließlich alle Dinge.

Ich weiss, wir leben in einer Zeit, wo alles angezweifelt wird und die Eckwerte des Evangeliums umgestoßen werden. Ich sagte den Aposteln vor dem Gottesdienst, dass ich kürzlich gehört habe, wieder von jemandem, der sagt: Tot ist tot, und dann ist alles aus, und es gibt keinen Schöpfer aller Dinge, es ist alles entstanden durch die Moleküle und schließlich durch einen Urknall, und wie die Theorien alle heissen. Dann habe ich gesagt: Das ist genau gleich, wie wenn man behaupten würde, durch eine Explosion in einer Buchdruckerei ist das Brockhaus-Lexikon entstanden. Wenn doch aus dem Chaos alles entstanden ist…

Übrigens, wenn ich Brockhaus-Lexikon sage, bin ich hier in Leipzig ja glaube ich an der rechten Adresse, es kommt von hier. Liebe Geschwister, wie schön ist's, kindlich glauben zu können und den Geist der Besonnenheit wirken und schaffen lassen, den Geist der Liebe und den Geist der Kraft, und immer mehr den Geist der Furcht dabei verlieren, weil die Gottesfurcht uns trägt und uns regiert und wir gerne in göttlichen Normen und Formen uns bewegen und darin leben.

So, liebe Geschwister, gehen wir miteinander vorwärts, unverzagt, im Bewusstsein: der Herr kommt. Dort wo wir unser Bürgerrecht haben, von dort kommt er, und holt die Seinen heim, mit der Macht, mit der er alle Dinge sich untertan macht.

Nun wäre es ja schön, wenn ich recht viele Apostel rufen könnte, zum Mitdienen, möglichst sogar auch in verschiedenen Sprachen, aber, wie üblich: Die Zeit reicht nicht. Wir müssen uns auf einige wenige beschränken. Aus den Vielen die hier sind, wen soll ich nun rufen? Da kommt mir ein Gedanke: Einer der Bezirksapostel hat heute Geburtstag und ich habe ihm kein Geschenk mitgebracht, also mache ich ihm jetzt ein Geschenk, indem er mitdienen kann. Das ist der Bezirksapostel Saur aus Süddeutschland. Ich bitte ihn um eine Zugabe, und die Sänger tragen bitte eine Strophe vor.

(Chor)

[Bezirksapostel Saur]
Meine herzlich geliebte Brüder und Schwestern in Nah und Fern, das ist wirklich ein ganz gewaltig großes Geschenk, ihr Lieben, dass mein diesjähriger Geburtstag mit dem Geburtstag unserer Kirche zusammenfällt und dass ich dadurch die Möglichkeit habe, mein Geburtstagsfest in Leipzig, bei unserem Stammapostel, mit den Bezirksaposteln und Aposteln Europas in der großen Pfingstgemeinde zu erleben. Und dafür, für dieses große Geschenk, bin ich dem lieben Gott von ganzem Herzen dankbar. Nun erleben wir das diesjährige Pfingstfest, dass uns die Liebe Gottes durch unseren Stammapostel bereitet, einen Pfingsttag mit so wichtigen und großen Schwerpunkten. Geschwister, hat's uns nicht in der Tiefe unserer Seele bewegt, der Ruf: Bitte in der Vollendungszeit keine Halbheiten!

Ich habe wieder einmal an den alten König gedacht, von dem geschrieben steht, dass er in seinem Leben alles getan hat, was dem lieben Gott gefallen hat. Dann kommt das 'aber': Aber er tat alles nur mit halbem Herzen. Geschwister, wir erwarten heute auch, dass der liebe Gott keine Halbheiten an uns tut, wir wollen im Gottesdienst keine halbe Erquickung und keinen halben Frieden, und keine halbe Predigt, wir wollen auch keinen halben Segen. Deswegen tun wir alles, was wir tun dürfen als Kinder und als Knechte unseres Gottes. Im Werke des Herrn tun wir alles von ganzem Herzen, dann liegt das Wohlgefallen unseres Gottes auf uns. Der liebe Gott hat uns den Heiligen Geist gegeben, so hat's uns unser Stammapostel in die Seele gelegt, diesen wunderbaren Geist des Herrn.

Ich habe dabei mir die Frage gestellt: Wann haben wir denn den Geist der Kraft, den Geist der Liebe, den Geist der Besonnenheit empfangen? Geschwister, am Tage unserer Heiligen Versiegelung, seit jenem Augenblick zählen wir zu den Wiedergeborenen. Und seit jenem Tag ist Gott unser Vater, seit jenem Tag sind wir seine Kinder, seit jenem Tag haben wir das Bürgerrecht im Himmel! Da hat uns ein Botschafter an Christi Statt die Worte gesagt: Du bist nicht mehr Gast und Fremdling, sondern ein Bürger Gottes mit den Heiligen und seinen Hausgenossen.

Wir sind Wiedergeborene aus Wasser und dem Heiligen Geist, das ist zwar eine ganz kleine Schar heute auf dieser Erde, aber es ist die Schar, die ohne Angst und ohne Furcht über diese Erde gehen darf, denn ihr gelten auch heute noch die Worte: Fürchte dich nicht, du kleine Herde, es ist meines Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben.

Wir haben den Heiligen Geist und zählen zu den Wiedergeborenen. Die Wiedergeburt, ihr Lieben, wird uns dadurch so unendlich groß, weil die Gotteskindschaft und das ewige Leben, das Erbe damit verbunden ist. Die Wiedergeburt wird uns dann auch so groß, wenn wir daran denken, dass es auf dieser Erde nicht nur Wiedergeborene gibt, es gibt beispielsweise auch Fleischgeborene. Während die Wiedergeborenen danach trachten, nach dem Reiche Gottes und seine Gerechtigkeit, geht das Sinnen und Trachten der Fleischgeborenen meistens nur aufs Irdische und ins Vergängliche.

Was für ein Unterschied, ihr lieben Geschwister, zwischen den Fleischgeborenen und den Wiedergeborenen, was für ein Unterschied zwischen den Seelen, die den Heiligen Geist tragen und besitzen, und ihn in sich wirken und schaffen lassen zur Ehre Gottes und zu ihrem eigenen Segen. Im Moment kommt mir der Gedanke, liebe Geschwister, es gibt auch so viele Umsonstgeborene, Menschen die dieses Leben dazu nützen, nur zu irdischem Reichtum, zu Ansehen, zu Ehre zu kommen. Zu Reichtum, sie tun nichts für das ewige Leben und kommen dann einmal, viel zu spät, zu der Überzeugung und Einsicht: Umsonst geboren, umsonst gelebt.

Geschwister, wir tragen den Heiligen Geist, haben das Bürgerrecht zur zukünftigen Herrlichkeit. Lassen wir diesen Geist in uns wirken und schaffen, er schafft in den Kindern Gottes die Vollendung, die Brautwürde, der macht uns bereit auf den großen Tag des Herrn, von dem unser Stammapostel auch heute wieder sagte: Er kommt, und mit dem Sohne Gottes kommt auch unser Lohn und dann beginnt das ewige Leben, der Friede, die Freude in Glück und in Seligkeit. Der Heilige Geist schafft letzten Endes die neue Kreatur in Christo Jesu und der Heilige Geist, diese Kraft, bereitet die Bewohner der neuen Schöpfung. Mögen wir, wenn der Tag des Herrn gekommen ist, alle würdig und bereit sein und durch die göttliche Kraft verwandelt werden können in einem Augenblick. Amen!

[Stammapostel]
Wir hören nun zwischendurch einen Solisten zusammen mit der Orgel, bevor ich den Nächsten rufe, zum Mitdienen, dabei kommt mir der Gedanke, ich habe den Bezirksapostel Ehlebracht aus Nordrhein-Westfalen schon einige Zeit nicht mehr gerufen. Dem kann ab sofort abgeholfen werden.

(Solo/Orgel)

[Bezirksapostel Ehlebracht]
Meine herzlich geliebten Brüder und Schwestern in Nah und Fern. Gestern noch sang der Chor das schöne Lied "Heil´ger Geist, rausch mit Macht durch unsere Reih´n". Heute haben wir dieses durch das Wirken unseres lieben Stammapostels und des Apostels Saur erleben dürfen. Unsere Seelen sind zutiefst ergriffen über das, was sie an diesem Pfingstfest in uns aufnehmen durften.

Zeitgemäßer konnte der Hinweis "keine Halbheiten" nicht sein. Ihr Lieben, Hand aufs Herz, haben wir nicht hier und dort auch schon das ein und andere mit einem halben Herzen versucht zu regeln, zu erleben. Keine Halbheiten! Es gibt im Hinblick auf unsere Vollendung keine halbe Würdigkeit. Es gibt im Gottesdienst, das hörten wir auch schon, keine halbe Freude, sondern nur eine ganze. Und der treue Gott gibt sich so einfach nicht mit einem halben Herzen zufrieden und deshalb seine Werbung immer wieder an uns: Gib mir, mein Sohn, meine Tochter, dein Herz ganz!

Ihr Lieben, wir sind ja auch nicht, wie wir hörten, mit einem halben Frieden, mit einer halben Seligkeit zufrieden, sondern wir möchten das Ganze erleben im Gottesdienst, wir möchten auf die Höhe und in die Höhe geführt werden, und das bereitet uns unser himmlischer Vater immer wieder und auch heute in ganz besonderer Weise.

Wir haben das Bürgerrecht empfangen. Unser Stammapostel sagte so schön: Damit sind auch Bürgerpflichten verbunden. Wie aber könnten wir Pflicht erfüllen wenn wir dazu nicht die Gelegenheit hätten? Ihr lieben Geschwister, wir haben dazu die Gelegenheit und die Möglichkeit, denn Gott hat uns dazu seine Kraft geschenkt, Kraft aus Himmelshöhen. Durch Wort und Sakrament wird diese Kraft in jedem Gottesdienst erneuert.

Ihr lieben alle, hier sagt der Apostel Paulus zunächst, was wir nicht empfangen haben, den Geist der Furcht. Man könnte manches aufzählen, was wir auch noch nicht empfangen haben und nie empfangen werden, nämlich von Gott, unserem Herrn und Meister, Jesus Christus. Wir alle haben nicht den Geist des Unglaubens empfangen, und dafür dürfen wir unserem himmlischen Vater dankbar sein.

Niemand von uns hat von Gott den Geist des Zweifels empfangen, also dürfte er eigentlich auch überhaupt nicht vorkommen bei uns. Wenn jemand doch zweifelt, dann hat er diesen Geist nicht von Gott bekommen, sondern dann kommt er aus einer anderen Richtung. Ihr Lieben, aber wir haben den Geist der Kraft empfangen, der uns fähig macht, in Sinn, Geist und Wesen Jesu Christi hinein zu dringen, näher und näher, damit wir ihm ähnlich, ja sogar gleich sein werden können. Und ohne Liebe wäre das auch alles nichts. So hat er uns von seiner Liebe, wie Apostel Paulus sagt, etliches in unsere Herzen hineingelegt, so dass wir alles im Sinn und Geist der Liebe Jesu Christi verrichten können, auch in unserem Privatleben, in unserer Familie.

Der Stammapostel sprach von Harmonie. Welch ein wunderbares Wort, aber noch größer ist das Erleben der Harmonie, wenn sie im Herzen offenbar wird, wenn sie in der Familie, in der Gemeinde, im Werke Gottes offenbar wird, diese Harmonie.

Der Stammapostel sprach von dem Einssein im Apostolat. Das ist Harmonie, meine Lieben, da weiss jeder Knecht Gottes, wo er dran ist, da blickt jeder, da blicken alle nach oben, auf das Haupt, da blicken alle auf Jesus Christus, der der Impulsgeber ist.

Lasst uns in der Besonnenheit des Geistes weiter wandern, von einem Tag zum andern, bis wir den wunderbaren Tag der Herrlichkeit erreicht haben. Ihr lieben Geschwister, vermöge uns dieses Pfingsterleben wieder einen Schritt weiter nach oben gebracht haben, mögen wir voller Kraft und Stärke unseren Glaubens-, unseren Lebensweg weiterziehen, bis wir zu Hause sind. Amen.

[Stammapostel]
Während dem Dienen des Bezirksapostels Ehlebracht kam mir der Gedanke, dass ich den Bezirksapostel Hagen Wend aus Frankfurt auch schon länger nicht gerufen habe. Pfingsten gibt eine Gelegenheit alle Ungerechtigkeiten zu beheben. Ich bitte ihn auch um eine Zugabe. Chor bitte eine Strophe.

(Chor)

[Bezirksapostel Wend]
Ihr Lieben alle. Pfingstgottesdienste, das hat uns die Erfahrung gelehrt, das sind immer ganz markante Ereignisse. Aber wir beschäftigen uns jetzt nicht mit den markanten Dingen des Vorjahres und von vor drei Jahren, denn auch dieser Gottesdienst heute ist ein ganz markanter, wegweisender Gottesdienst. Und wenn wir die beiden Hauptgedanken einmal sehen und durchs Herz ziehen lassen, die unser Stammapostel uns heute entgegen gebracht hat, dann stellen wir fest, dass da ganz besondere Verbindungslinien, innere Verbindungslinien, bestehen. Der Stammapostel hat im ersten Teil von Pflichten gesprochen, Aufgabenstellungen, und wir wissen dass das nicht jedem Menschen von vornherein zunächst Freude macht, Pflichten zu erfüllen, sich Aufgaben hinzugeben, das macht manchmal vielleicht sogar ein wenig Angst, es lässt einen in einer gewissen Furcht stehen, wenn man das Gefühl hat, man ist damit überfordert oder man erkennt die inneren Zusammenhänge gar nicht. Und stach hinein, in diesen Gedankengang, da spielt der zweite Schwerpunkt dieses Gottesdienstes:

Wenn wir die Pflicht gehört haben, keine Halbheiten im Glaubensleben, dann muss kein Gotteskind Furcht und Angst damit haben. Und wenn sich jemand vorgenommen hat, da jetzt noch ein wenig mehr und besser hineinzulegen in diesen Gedanken, halbes Stückwerk hinter sich zu lassen, Brüder und Schwester, wir müssen uns nicht Sorge machen, dass uns das nicht gelingt, der Heilige Geist ist kein Geist der Furcht, der uns ängstlich machen würde, sondern er ist ein Geist der Kraft. Und diese Kraft steht in uns und sie lebt in uns, und sie hilft uns auch, dass wir aus Halbheiten, aus Stückwerk, aus nur wenig innere Bindung zum Herrn und seinem Werk herauswachsen, immer mehr und immer besser in das volle Herz, in die volle Überzeugung, in die volle Hingabe unserer Kräfte an den Herrn und sein Werk. Der Heilige Geist ist kein Geist der Furcht, niemand soll sich lähmen lassen und wir akzeptieren für uns selbst, wir machen's ja immer nur für uns selbst, nicht, wenn jemand das Gefühl hat, damit werde ich unter Druck gesetzt, hier sind ganz eindeutig innere Zusammenhänge angesprochen.

Der Stammapostel hat das deutlich gemacht, das göttliche Prinzip ist kein Prinzip der Halbheit, das hat der Sohn Gottes uns vorgelebt, der hat keine halben Sachen gemacht, der ist nicht mitten im Weg stehengeblieben, der hat kein halbes Opfer gebracht, der hat das ganze Opfer gebracht und er hat einen ganzen Sieg errungen. Und das macht uns Mut, Bruder und Schwester, weil das Wesen des Sohnes Gottes in uns steht und wachsen soll.

Und wenn jemand bei der Frage der Pflicht, die uns heute morgen nahe gebracht ist, noch ein wenig Probleme haben sollte: Was hilft uns denn, in diese Pflicht hinein zu wachsen? Nicht, wie man das manchmal sieht und kennt, eine sinnentleerte, formale Pflichterfüllung. Was hilft uns, Gotteskinder? Dass wir den tiefen inneren Sinn dieser Pflicht erfassen und erkennen und das in uns lebt: Wir können unser Ziel nicht mit Halbheiten erreichen.

Aber wir wissen, wir haben nicht nur die Pflicht, wir haben das Bürgerrecht, wir haben die himmlische Heimat, auf die wir zueilen. Und das macht es uns leicht, wenn wir uns fragen: Wie machen wir es, dass wir das noch besser tun? Dann hilft uns eins, Bruder und Schwester: Wenn wir ein ausgeprägtes Heimweh im Herzen haben. Wenn diese Stadt Gottes, für die wir das Bürgerrecht haben, uns groß und wichtig und bedeutend ist, dann fällt uns die Pflicht, die Aufgabenstellung nicht schwer. Dann streben wir das an, und wenn wir die Kräfte des Heiligen Geistes in uns sich entwickeln lassen, dann bringt uns das vorwärts, bis wir am Ziel sind. Amen.

[Stammapostel Fehr]
Wenn ich recht gehört habe, sind heute Geschwister aus 41 verschiedenen Ländern angeschlossen, die meisten davon in Europa, einige wenige noch im Nahen Osten und es wird in nicht weniger als 18 verschiedene Sprachen übersetzt. Und bei den Mitdienenden bis jetzt waren eigentlich alle aus Deutschland. Jetzt muss ich noch jemand rufen, der für die anderen 40 Länder spricht. Und das ist der Bezirksapostelhelfer Higelin aus Frankreich. Aber bitte, Henri, nicht in Französisch. Es muss von Deutsch in 18 Sprachen übersetzt werden. Darum: Deutsch hier. Chor bitte wieder eine Strophe.

(Chor)

[Bezirksapostelhelfer Higelin]
Meine in dem Herrn herzlich geliebten Brüder, ihr lieben Geschwister, ihr lieben alle. Es ist für mich nicht einfach, an diesem Ort und Platz meinen Herzensgefühlen Ausdruck zu geben. Aber ich glaube, wir erleben alle miteinander dasselbe, weil wir heute morgen ins Haus Gottes gekommen sind mit einem besonderen Verlangen und auch mit einer besonderen Bitte. Wir möchten nämlich dieses Pfingstfest so erleben, wie es einstens auch die erlebten, von welchen wir in der Heiligen Schrift lesen können.

Und ihr lieben Geschwister, ich glaube, unter dem Dienen unseres Stammapostels und der Apostel, wo sie uns so klar und deutlich vor Augen stellten, was uns eigentlich geworden ist, da haben wir uns bestimmt auch im Inneren die Frage gestellt: Ja, schenkst du diesem Geist eigentlich genügend Raum, dass er in dir Kraft wirken kann? Dass er in dir auch die rechte Liebe ausprägen kann? Dass er auch dich immer wieder zu Besinnung führen kann, wer du bist, wo du stehst und wohin du gehst?

Und ich glaube, ihr lieben Geschwister, wir wollen das gehörte Wort in unseren Herzen so recht, recht bewahren und es in den kommenden Tagen und Stunden immer uns damit beschäftigen. Es hat uns doch bestimmt alle berührt, im Eingangsgebet, als unser Stammapostel gebeten hat, wo vielleicht bei dem einen und bei dem anderen es nicht ganz mehr so ist, wie es sein sollte. Heute noch, sagte er, ist es möglich, zu bessern, zu verbessern, nachzuholen, zu korrigieren, ihr lieben Geschwister, das wollen wir doch bestimmt auch heute morgen tun, denn alles ist uns gegeben, damit wir nicht so weiter machen müssen, wie wir es vielleicht in den vergangenen Zeiten falsch gemacht haben.

Ich dachte auch, als der Stammapostel von Halbheiten sprach, da dachte ich auch an uns, liebe Brüder, die wir einen Auftrag und ein Amt empfangen haben im Hause unseres Gottes. Wir möchten es doch nicht halb ausführen, sondern mit ganzen Kräften, mit ganzem Herzen, mit ganzer Liebe, den Aposteln und dem Stammapostel nachfolgen, denn wenn wir dieses tun, dann dürfen wir auch einen vollen und ganzen Lohn erwarten. Möge der treue Gott uns allen dazu gnädig sein und seine Hilfe geben. Amen.

[Stammapostel Fehr]
Soeben hörte ich, dass am Anfang des Gottesdienstes da und dort atmosphärische Störungen auftraten, so dass nicht alle Geschwister das Textwort gehört haben und das Grußwort. Deshalb will ich nochmals kurz das Textwort vorlesen: Zweiter Brief des Paulus an Timotheus, Kapitel 1, Vers 7: "Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, und der Liebe, und der Besonnenheit".

Und schließlich noch das Grußwort, Philipper 3, die Verse 20 und 21: "Unser Bürgerrecht aber, ist im Himmel, woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unseren nichtigen Leib verwandeln wird, das er gleich werde seinem verherrlichten Leibe, nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann".

Das war das Grußwort. Und sollte noch mehr ausgefallen sein, tröste ich alle: Der Gottesdienst wird nach geraumer Zeit in "Unsere Familie" abgedruckt erscheinen, und wer sie noch nicht abonniert hat, kann das demnächst tun. Wir sind für jede Auflagesteigerung dankbar.

So, jetzt habe ich noch Werbung gemacht für den Verlag. Liebe Geschwister, zum Schluss möchte ich einfach noch sagen: Wie wäre es uns zumute, wenn wir eine halbe Sündenvergebung hätten, und die Hälfte der Sünden würde uns belassen. Oder wenn wir zum Abendmahl gehen, wenn wir ein halbes Abendmahl feiern müssen. Das wäre doch eine Tragik sondergleichen.

Wir haben volle Vergebung und völliges Heil. Wir haben ein Abendmahl, das eine hundertprozentige Wirkung haben kann. Kommt, macht keine Halbheiten. Wir wollen's auch nicht tun.

(Ende des Bandes)

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