Liebe Leser, wir sind es fast schon ganz gewohnt, dass man beim Lesen des zweiwöchentlichen Gottesdienstberichtes in der "Unsere Familie" im Text der "mitdienenden" Apostel ab und zu diese niedlichen kleinen Punkte (...) sehen. Ja, wir würden sogar fast vergessen, dass es früher Zeiten gab, wo es diese Punkte nicht gab, ja, wo sogar die Worte des Stammapostels in Gottesdienstberichten in Anführungszeichen standen... Die damaligen Stammapostel fürchteten sich wohl weniger davor, dass ihre Worte falsch verstanden bezw. der berechtigten Kritik nicht gewachsen sein würden.

Der Stammapostel war am 11.6.2000 (Pfingsten) in Hamburg. Das "Wächterstimme"-Redaktionsteam war gespannt, was nun eigentlich so im Gottesdienstbericht beim Mitdienen von diesen (...) verhüllt wird. Deshalb veröffentlichen wir diesmal nicht die Worte des Stammapostels (viel besonderes hatte er ohnehin nicht zu berichten), sondern die Worte der mitdienenden Apostel. Daneben findet ihr dann den Text aus dem offiziellen Gottesdienstbericht der "Unsere Familie".

Mit freundlichem Gruss,

Redaktionsteam 'Wächterstimme aus Zion'

Hier sind die unzensierten Gottesworte, die von den (Bezirks)Aposteln am Sonntag, den 11. Juni 2000 (Pfingsten) in Hamburg gesprochen wurden.

[Bezirksapostel Higelin:] (Mein in dem Herrn liebe Geschwister.) Jedes Jahr ist das Pfingstgeschehen und Erleben ein Hoehepunkt. Die Hoehepunkte kommen von den Grussworten, die uns immer wieder uebermittelt wurden. Dazu gehoert auch das Grusswort von heute morgen. Es erinnert uns an das gehoerte Grusswort vor 13 Jahren, als der liebe Stammapostel auftrat und gesagt hat: Maranatha, zu dem Volk Gottes. Es ist uns tief zu Herzen gegangen, als dieses Grusswort uns entgegengebracht wurde. Warum denn? Weil es Seele der Kirche und es Glaubens ist. Der Herr kommt. Da fing's an im Glauben und so wird enden: wie Jesus damals es sagte, als er von seinem Vater sprach, von der Herrlichkeit die er ihm gegeben hat. Und die er weitergegeben hat an seine Juenger. Und auf einmal blieb er stehen und sagte: ich komme zu dir lieber Vater. Das moege das Echo in der Morgenstunde sein, deiner und meiner Seele zu dem empfangen Grusswort. Der Herr sagt es, siehe ich komme bald. Und wir sagen als Echo ich komme zu dir Heiland, Jesus Christus. Amen.

[Stammapostel Fehr:] Seit einiger Zeit dient auch in Holland ein neuer Bezirksapostel und ich habe ihn anlaesslich eines solchen Tages noch gar nie gerufen. Das moechte ich heute tun. In Holland spricht man Hollaendisch. Er spricht auch fliesend Englisch, der Bezirksapostel. Aber er versucht nun doch heute in Deutsch. Bezirksapostel de Bruijn.

(Chor)

[Bezirksapostel de Bruijn:] (Liebe Brueder und Geschwister.) Es ist fuer mich schon 13 Jahre her, dass ich hier in dieser Halle auch gewesen bin, bei unserem Stammapostel Urwyler. Und heute morgen habe ich in einer Bibel gelesen, die ich bekommen habe, von meinem Vorgaenger, der Bezirksapostel Pos, ein Wort von der Bezirksapostel Knobloch. Und der hat damals gesagt, das war in 1988: ich weiss dass du dir viel Muehe gibst um Hamburg und darum will ich dir dieses Buch auch gerne schenken. Und das Buch moechte gerne, dass habe ich bekommen von unserem Bezirksapostel und da habe ich heute morgen gedacht, wir sind jetzt 12 Jahre weiter. Und was haben die 12 Jahre uns gebracht?

Dann hat der Stammapostel gesagt: keine Verflaechung. Und liebe Geschwister, dann habe ich gedacht, wie ist es mit mir? Wir haben heute morgen gehoert ueber den Geist der von der Zukunft spricht. Und wir haben auch gedacht vorherige Woche, da hat der Stammapostel auch in seinem Gottesdienst gesagt im 16. Kapitel dieses Buch Johannes, da steht: denn er wird nicht von sich selber reden, sondern was er hoeren wird, das wird er reden. Und was zukuenftig ist, wird er auch verkuendigen. Wir haben heute morgen gehoert, was zukuenftig ist. Und wenn wir dann nicht verflachen, dann muessen wir doch sagen, dann gibt's doch Wachstum auch hier in Europa, dass kann dann doch nicht anders. Dann ist es doch vorbei, dass wir sagen muessen, leider es ist wieder eine kirche geschlossen, leider. Das ist nicht mehr moeglich. Und wie kann das? Wenn wir, jeder persoenlich sagen, ab heute mache ich wieder mit, gehe ich wieder in den Chor, in Arbeit, hilfe ich mit um dafuer zu sorgen, dass der Heiland kommen kann. Amen.

[Stammapostel Fehr] So, dass es ein bischen Abwechslung gibt, moechte ich vorschlagen, die Gemeinde singt eine Strophe aus einem Lied und erhebt sich dazu. Es ist das Lied 130, die 3. Strophe und dann hoeren wir den Bezirksapostel Klingler aus Hannover.

(Gemeindegesang)

[Bezirksapostel Klingler:] (Liebe Geschwister, auch wenn der Stammapostel mich jetzt gerufen hat, mitzudienen, moechte ich dennoch sagen: wie schoen, dass es dieses Pfingstfest gibt. Das neu in die Seele hineingelegt wurde, was uns mit unserem Herrn und Meister verbindet. Was es moeglich macht, auf ewig bei dem Herrn sein zu duerfen. Und welche grossartige Kraft der Herr geschickt hat. Das wir nicht nur hier eine Gemeinschaft sein duerfen, von glaeubigen Menschen. Sondern dass wir einen Weg gehen, ein Ziel haben in einer Hoffnung und in einer Liebe zu ihm stehen duerfen.) Als unser Stammapostel davon sprach, dass keine Verflachung einziehen moege, habe ich mir sofort die Frage gestellt: was ist denn das Gegenmittel, dass keine eintritt? Und wir haben in diesem Gottesdienst in dem Textwort schon einen Hinweis bekommen. Der Geist Gottes ist es, der immer wieder an vergangenes erinnert. Der in der Gegenwart lebendig haelt, was unsere Zukunft ist. Und liebe Geschwister wuerden wir nur im Augenblick leben, ohne die Vergangenheit zu betrachten, dann waeren wir schon, wie manche Menschen auch heute, hoffnungslos. Und haetten wir keine Zukunft, dann wuerden wir grueblerisch und vielleicht mit manchen Gedanken truebsinniger Art uns an der Vergangenheit orientieren und wuerden sagen: schade, dass wir nicht zur Zeit Christi gelebt haetten/haben.

Liebe Geschwister, aber heute hat uns der Stammapostel gesagt, mit diesem schoenen Wort des Sohnes Gottes, dass der Sohn den Troester erbeten und vom Vater senden wuerde. In diesem einen schoenen Wort liegt schon die Grossartigkeit und fuer uns manchmal auch Unfassbarkeit der Trinitaet unseres Gottes. Christus, in seinem kurzem Lebenslauf, hat ja beschrieben, ich bin vom Vater ausgegangen, ich bin in die Welt gekommen und ich gehe zum Vater zurueck. Dieses Wort ist Wirklichkeit geworden, war nicht nur eine Wahrheit. Denn er konnte sagen, und wir haben's dann ja im Pfingstgeschehen vor 2000 Jahren nachweisbar in der Heiligen Schrift niedergelegt, erfahren duerfen. Der Troester kam vom Vater und der Sohn hat ihn von dort senden koennen. Nach diesen Worten.

Und was macht er nun, dieser Troester, dieser Heilige Geist, diese Kraftquelle? Er schliesst uns das zukuenftige und wirkt auch in unserem Leben. Und wenn Christus in dieser Weise, vom Heiligen Geist auf dem grossen Platz auf dem er steht, in der Gemeinde, naemlich mitten unter uns und Zentrum unseres ganzen Seins, immer wieder recht betrachtet wird, dann gibt es keine Verflachung.

(Und lasst mich doch bitte noch einen Gedanken anschliessen. Und wenn wir von ihm ruehmen und zeugen, dann gibt es keine Verflachung. Ich weiss ich hab das auch mit Zittern und Zagen, als ich gerade konfirmiert war getan. Hab mit 14 Jahren angefangen, offiziell wie man's damals darf, von Tuer zu Tuer gehen und hab mit zitternenden Knien und manchmal sehr weicher Stimme und schweissnassen Haenden angefangen zu ruehmen. Und ich muss es heute sagen, es ist mir diese Zeit nicht nur eine schoene gewesen. Sie hat auch dazu beigetragen, dass es in meinem persoenlichem Leben keine Verflachung gab.) Die Juenger wurden aufgefordert, vom Herrn zu sprechen. Der Geist sollte zeugen. Durch sie sollte aber auch ein Zeugnis Christi abgelegt werden. Und heute morgen nehmen wir wohl aus diesem Pfingstgottesdienst mit, lasst uns fuer die Wahrheit Zeuge sein. Durch leben im Glauben im ersten Punkt. Das im Herrn leben, im zweiten Punkt. Dass wir ueberzeugt von dem sind, was wir selber sagen. Und im dritten Punkt in der lebendigen Hoffnung leben: unser Herr kommt bald. Amen.

[Stammapostel Fehr:] In dieser Zeit, seit dem Maranatha, unser Herr kommt, in Stuttgart, 1988, bis zum heutigen Tag, koennen wir sehen, dass der Osten Europas aufgegangen ist. Und in etlichen Laendern Gottes Werk schoen vorangetrieben werden konnte. So auch im grossen Russland. Und so moechte ich eigentlich heute morgen mal, aus dem Kreis der vielen Apostel einen Russischen Apostel rufen, zum Mitdienen, der meines Wissens Deutsch spricht. Es ist der Apostel Danilov, aus Sankt Petersburg. Chor bitte eine Strophe.

(Chor)

[Apostel Danilow:] Lieber Stammapostel, liebe Glaubensgeschwister, dass ist fuer mich eine grosse Ehre und Freude unter euch zu sein. An diesem Tag, am Fest, am Pfingstfest, dass groesste Fest fuer uns, weil es das groesste Festtag Gotteskinder ist. Das ist der Tag, als der Heilige Geist auf die ersten Apostel niederkam und wir von diesem Geist von diesem Geist, wir freuen uns auf den groessten Troester, den der liebe Gott gesandt hat, um uns zu staerken, uns zu troesten und letztendlich zu erloesen, zu erretten. Unser lieber Stammapostel hat von dem baldigen Kommen Jesu Christi gesagt. Ja wirklich viele verstehen das nicht, dass Jesus Christus schon bald kommt. Sie fragen manchmal, wann in wieviel Tagen, in wieviel Wochen oder Monaten. Nein in der Bibel, in der Heiligen Schrift gibt es keine genaue Antwort. Doch steht es geschrieben: die genaueste Antwort, bald kommt Jesus Christus, wenn die Zeit erfuellt wird. Er kommt. Und wir und ihr, auesseren, die nicht hier, die nicht in unserer Kirche sind, muessen dies verstehen, dass wirklich in einer Nacht, in einem Nu kann alles total veraendert sein. Wir haben das verstanden. Wir sind hier. Wir sind selig. Amen.

[Stammapostel Fehr:] Na ja, wenn die Apostel so kurz machen, reicht's fuer mehrere. Gehen wir mal ein bischen in den Sueden, nach Baden-Wuerttemberg und Bayern und hoeren den dortigen Bezirksapostel Saur. Chor bitte eine Strophe.

(Chor)

[Bezirksapostel Saur:] Meine lieben Brueder und Schwestern. Manche sprechen heute von Pfingsten und vom damaligen Geschehen vor 2000 Jahren. Wir duerfen wiederum, weil wir Gottes Kinder sind, wohl uns dieses Pfingstgeschehens erinnern, aber vor allen Dingen ist es die Groesse dieses Tages, die Heiligkeit und die Erhabenheit dieses Festes, dass wir ein gegenwaertiges Pfingsterleben haben. Wir haben alle in diesem Gottesdienst durch das Dienen unseres Stammapostels und der Apostel gespuert, wie es der Heilige Geist war und ist, der uns wieder in alle Wahrheit und in alle Erkenntnis hineingefuehrt hat. Ich denke, wir werden diesen Pfingstgottesdienst, nie vergessen. Mit den drei ganz besonderen Schwerpunkten: Gotteskinder-keine Verflachung. Mit dem zweiten Schwerpunkt, der uns in die hoechste Seligkeit erhoben hat wiedereinmal: unser Herr kommt bald. Und im dritten Schwerpunkt: der Heilige Geist, er will dich troesten. Er will dir helfen. Er will dich zubereiten auf den grossen Augenblick der Wiederkunft Christi.

Geschwister, warum eigentlich, so habe ich denken muessen, keine Verflachung? Nach einer Verflachung gibt's eine Veraenderung. Ich habe an das Land gedacht, aus dem unser Stammapostel kommt. Dort gibt's viele Berge, es gibt Seen, es gibt viel Kaese. Es gibt dort Schokolade. Dafuer ist die Schweiz bekannt. Man kann, wenn man will, der Schweiz die Berge nehmen, man kann ihr die Seen nehmen und man kann sie zuschuetten. Man kann auch die Produktion von Kaese und Schokolade einstellen. Aber was passiert denn dann? Dann bleibt die Schweiz zwar die Schweiz, aber sie ist nicht mehr die Schweiz. Was wuerde denn geschehen, wenn man Hamburg den Hafen nehmen, die Elbe, die Alster, das schoene Wasser? Hamburg wuerde Hamburg bleiben. Aber ein ganz veraendertes Hamburg. Hamburg waere nicht mehr Hamburg.

Liebe Geschwister, was wuerde denn geschehen, wenn die Eckwerte des Evangeliums nicht mehr stehen wuerden. Wenn der Heilige Geist nicht mehr seine Kirche regieren, lenken und leiten wuerde? Da waere eine ganz gewaltige Veraenderung, nicht zum Guten. Dann wuerde man doch das Werk unseres Gottes gar nicht mehr erkennen.

Was passiert mit einer Seele, wo der Glaube abnimmt, wo die Liebe erkaltet, wo Gleichgueltigkeit, Oberflaechlichkeit einzieht? Wo die Verflachung eintritt, die Freude auszieht und man nicht mehr bereit ist, von Gott und seiner Liebe, vom Evangelium von Christo Jesu zu zeugen? Liebe Geschwister, da veraendert sich die Seele. Wir kennen solche Brueder und Schwestern. Und wir muessen sagen: sie sind nicht mehr dieselben. Und deswegen habe ich dass auch fuer mich ganz persoenlich genommen, keine Verflachung ihr lieben Brueder und Schwester. Verflachung veraendert zum Negativen. Wir wollen uns zum Positiven veraendern, von Gottesdienst zu Gottesdienst. Von Gnadentag zu Gnadentag. Und am Ende dieser postiven Entwicklung, soll die geschmuegte Braut stehen. Geziert, die dem Sohne Gottes gefaellt. Am Ende dieser Entwicklung die neue Kreatur in Christo Jesu. Dann koennen wir freudig dem Tag entgegengehen, wo sich erfuellen wird, was der Sohn Gottes sagte, vor seiner Himmelfahrt. Ich komme wieder um euch zu mir zu nehmen, dass ihr dort seid, wo ich bin. Amen.

[Stammapostel Fehr:] In wenigen Wochen tritt leider ein bewaehrten lieber Apostel in den Ruhestand. Es ist sein letztes Pfingsten in aktiven Diensten. Und darum bitte ich ihn auch noch um eine Zugabe. Es ist der Apostel Magney, aus Nordrhein-Westfalen. Hoffentlich habe ich jetzt nicht die Katze aus dem Sack gelassen und in NRW weiss noch niemand was davon? Nun sei es wie es wolle, jetzt wisst ihr's. Apostel Magney, der Chor bitte eine Strophe.

(Chor)

[Apostel Magney:] Herzlich liebe Brueder und Geschwister. Nach dem grossen Dienen unseres Stammapostels und der Apostel, nach dem gewaltigen Wirken des Heiligen Geistes, war es die rechte Antwort, die der Chor gegeben hat: Jauchzet und singet und danket dem Herrn fuer dieses wunderbare Zeugnis seines Geistes in unserer Zeit. Zu Beginn des Gottesdienstes hat der Chor die Bitte ausgesprochen, der Heilige Geist moege unsere Herzen entzuenden. Wir haben das richtig verstanden. Wir haben nicht, an einer Ausgiessung des Geistes gedacht. Oder dass wir ihn noch einmal empfangen muessten. Aber meine lieben, das Wort, dass der Heilige Geist hier besonders durch den Stammapostel gewirkt hat, hat das Feuer, was in unseren Herzen wohl vorhanden war, erweitertet. Und das ist damit gemeint: entzuende du das in meiner Seele, was nicht mehr so lodernd brennt, damit ich nach diesem Wirken sagen kann: es brennt nun alles wieder in mir. Und ich selbst kann durch mein Wesen und meine Erscheinung in diesem Leben auch ein Zeuge des Heiligen Geistes sein. Ihr Lieben, der Stammapostel hat von den Werken gesprochen, die dann sein werden oder auch sein muessen, wenn der Herr erscheint, bei seinem Wiederkommen. Ihr lieben, Jesus hatte damals auf Johannes, den Taeufer hingewiesen, der von ihm gezeugt hat, der wohl gesagt hat, dass er nicht das Licht sei, aber er Zeuge von dem Licht. Und Jesus sagte dann danach. Ich habe ein groesseres Zeugnis, denn das Zeugnis des Johannes. Die Werke, die ich tue, die zeugen von mir.

Meine Lieben und das geht durch die ganze Reichsgottesgeschichte. Das betrifft in erster Linie den Sohn Gottes unseren Herrn und Meister und Erloeser, das betrifft alle Knechte Gottes und das betrifft alle Brueder und Schwestern. Den Heilige Geist selbst kann man nicht sehen, es ist Geist ihr Lieben. Aber wie er wirkt, wie er in den Werken offenbar wird, das kann man wohl deutlich sehen. Und man sieht es ganz deutlich, wenn wir alle, die wir Gottes Geist empfangen haben, immer wieder dies Werke hervorbringen. Aber meine Lieben, was brauchen wir dazu? Das Wort, was jeweils aus dem Heiligen Geist gewirkt wird. Und das muss sein, denn man hat Feuer in der Seele, aber das Feuer muss erhalten bleiben. Das anzuenden ist auch nicht so einfach gewesen. Das hat Jesus gesagt, aber er wusste wohl, dass es brennen moege und brennen bleiben moege, ist viel schwerer. Und darum hat uns auch der Stammapostel ihr Lieben uns ein Wort der Ermahnung aus dem Heiligen Geist gegeben. Und das war ein neues Feuer fuer unsere Seele, an den Platz gerichtet in unserem Herzen, wo es vielleicht nicht so brennt, wie es der Herr moechte. Und Geschwister dieses Wort unseres Stammapostels hat gezuendet. Wir haben ihn verstanden und koennen sagen: Stammapostel da brennt es wieder. Wir haben die Ermahnung aus dem Geiste der Wahrheit empfangen, aufgenommen, weil wir brennen und zeugen wollen fuer die Wahrheit

(Meine Lieben,) wir muessen auch am Ende Werke haben, die davon zeugen, dass der Herr sich mit uns verbunden hatte in unserem Leben. Und wir mit ihm. Und das kann nur geschehen, wenn wir die Werke heute bringen. Dann werden sie auch dann sein, wenn der Herr Jesus erscheint. Gebe der treue Gott uns weiterhin dieses Feuer durchs Wort, Geschwister, dass es in uns brennt und wir selbst fuehlen koennen in meiner Seele ist es warm. Amen.

Hier sind die zensierten Worte, die als "Gottesdienst-bericht" in der Zensur-Zeitschrift "Unsere Familie" (Nummer 19, 5. Oktober 2000) veroeffentlicht wurden... 

[Bezirksapostel René Higelin:]
(...) Jedes Jahr ist das Pfingsterleben ein Hoehepunkt. Diese Hoehepunkte werden mitgestaltet durch die Grussworte, die uns jeweils uebermittelt werden. Dazu gehoert auch das Grusswort von heute Morgen. Es erinnert uns an das Pfingstfest vor 13 Jahren, als der Stammapostel vor das Volk Gottes trat mit dem Grusswort: Maran atha! (1. Korinther 16, 22). Es ist uns tief zu Herzen gegangen, als dieses Grusswort uns entgegengebracht wurde. Warum denn? Weil es die Seele der Kirche und des Glaubens ist: Der Herr kommt! Damit fing alles im Glauben an, und damit wird es enden, wie Jesus damals sagte, als er von seinem Vater sprach, von der Herrlichkeit, die dieser ihm gegeben hatte und die er an seine Juenger weitergab (vgl. Johannes 17, 22). In diesem Hohenpriesterlichen Gebet sagte er: "Ich komme zu dir, Heiliger Vater..." (Johannes 17, 11). Moege das Echo deiner und meiner Seele zu dem empfangenen Grusswort "Siehe, ich komme bald" in der Morgenstunde sein: "Ich komme zu dir, Heiland Jesus Christus."

[Stammapostel:]
Seit einiger Zeit dient in den Niederlanden ein neuer Bezirksapostel: Bezirksapostel de Bruijn. Ich habe ihn anlaesslich eines solchen Tages noch nie gerufen, und das moechte ich heute tun.

[Bezirksapostel Theodoor de Bruijn:]
(...) Vor 13 Jahren sass ich hier in diesem Saal in einem Gottesdienst unseres Stammapostels Urwyler. Heute Morgen habe ich in einer Bibel gelesen, die ich von meinem Vorgaenger, dem Bezirksapostel Pos, bekommen habe. Darin steht eine Widmung, die Bezirksapostel Knobloch im Jahr 1988 dem Bezirksapostel Pos schrieb: "Ich weiss, dass du dir viel Muehe machst mit Hamburg, und darum moechte ich dir gerne dieses Buch schenken." Heute Morgen habe ich gedacht: Wir sind jetzt zwoelf Jahre weiter, was haben die zwoelf Jahre uns gebracht?

Der Stammapostel hat uns zugerufen: keine Verflachung! Liebe Geschwister, da habe ich mich gefragt: Wie ist es mit mir? Wir hoerten von dem Geist, der von der Zukunft spricht. Im 16. Kapitel des Evangeliums Johannes stehen die Worte: "Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hoeren wird, das wird er reden, und was zukuenftig ist, wird er euch verkuendigen." (Johannes 16, 13). Wir haben heute Morgen gehoert, was zukuenftig ist. Und wenn bei uns keine Verflachung eintritt, dann gibt es auch hier in Europa Wachstum. Es muss doch nicht sein, dass wir sagen muessen: "Leider ist wieder eine Kirche geschlossen worden, leider ist dies und jenes nicht mehr moeglich, und wie soll es da weitergehen...?" Wenn wir, jeder Einzelne persoenlich, sagen: "Ab heute mach' ich wieder mit, gehe ich wieder in den Chor, helfe ich mit", dann tragen wir unser Teil dazu bei, dass das Werk vollendet wird und der Herr kommt.

[Stammapostel:]
Zur Abwechslung schlage ich vor, dass die Gemeinde eine Strophe singt. Dann hoeren wir Bezirksapostel Klingler aus Hannover.

[Bezirksapostel Wilfried Klingler:]
(...) Als unser Stammapostel davon sprach, dass keine Verflachung einziehen moege, habe ich mir die Frage gestellt, was denn das Mittel gegen Verflachung sei. Wir haben im Textwort einen Hinweis darauf bekommen: Der Geist Gottes ist es, der an Vergangenes erinnert, der in der Gegenwart lebendig haelt, was unsere Zukunft ist. Lebten wir nur im Augenblick, ohne die Vergangenheit zu betrachten, dann waeren wir, wie so manche Menschen heute, hoffnungslos. Haetten wir keine Zukunft, dann wuerden wir ins Gruebeln kommen und vielleicht mit manchen Gedanken truebsinniger Art uns an der Vergangenheit orientieren und sagen: "Schade, dass wir nicht zur Zeit Christi gelebt haben."

Aber heute hat der Stammapostel mit diesem schoenen Wort des Sohnes Gottes gesagt, dass der Sohn den Troester erbeten hat, den er vom Vater senden wuerde. In diesem Wort liegt die Grossartigkeit der fuer uns manchmal unfassbaren Trinitaet Gottes. Christus hat in seinem kurzen Lebenslauf gesagt: "Ich bin vom Vater ausgegangen und gekommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater" (Johannes 16, 28). Dieses Wort war nicht nur Wahrheit, es ist Wirklichkeit geworden. Wir finden ja das Pfingsgeschehen vor 2000 Jahren nachweisbar in der Heiligen Schrift niedergelegt: Der Troester kam vom Vater, der Sohn hat ihn von dort gesandt - nach seinen Worten.

Was macht nun dieser Troester, der Heilige Geist, diese Kraftquelle? Zweierlei: Er erschliesst uns das Zukuenftige und wirkt auch in unserem Leben. Dann aber zeugt er auch von Christo: Christus hat einen erhoehten Platz in der Gemeinde - mitten unter uns im Zentrum unseres ganzen Seins. Und wenn wir den vom Heiligen Geist bezeugten Christus recht erkennen, dann gibt es keine Verflachung! Und wenn wir von ihm ruehmen und zeugen, dann kommt es auch nicht zur Verflachung.

(...) Die Juenger wurden aufgefordert, vom Herrn zu sprechen. Der Geist sollte zeugen, durch sie sollte aber auch ein Zeugnis Christi abgelegt worden. Heute Morgen nehmen wir aus diesem Pfingstgottesdienst mit: Lasst uns fuer die Wahrheit Zeuge sein! Zum Ersten durch ein Leben im Glauben dadurch, dass wir im Herrn leben. Zum Zweiten dadurch, dass wir ueberzeugt sind von dem, was wir selber sagen. Und zum Dritten, dass wir in der lebendigen Hoffnung stehen: Unser Herr kommt bald!

[Stammapostel:]
In der Zeit seit dem Grusswort Maran atha - unser Herr kommt! an Pfingsten 1988 in Stuttgart bis zum heutigen Tag hat sich vieles veraendert. Das Tor zum Osten Europas ist aufgegangen, und in etlichen Laendern konnte Gottes Werk erfreulich vorangetrieben werden. So auch im grossen Russland. Darum moechte ich heute Morgen einmal aus dem Kreis der vielen Apostel einen russischen Apostel zum Mitdienen rufen. Es ist Apostel Danilow aus St. Petersburg.

[Apostel Wladimir Danilow:]
(...) Es ist mir eine grosse Ehre und Freude, unter euch zu sein an diesem Tag, dem Pfingsfest, dem grossen Fest der Gotteskinder. Es ist der Tag, an dem der Heilige Geist auf die Juenger und Apostel sowie viele Glaeubige herabkam. Wir, die wir mit diesem Heiligen Geist versiegelt sind, freuen uns ueber den Troester, den der Herr gesandt hat, um uns zu staerken, zu troesten und letzlich zu erloesen, zu erretten. Unser Stammapostel hat von dem baldigen Kommen Jesu Christi gesprochen. Viele verstehen nicht, was es heisst, dass Jesus Christus bald kommt. Sie fragen: Wann, in wie viel Tagen, in wie viel Wochen oder Monaten? Darauf gibt es in der Heiligen Schrift keine Antwort. Dort steht geschrieben: "Siehe, ich komme bald!" Bald, wenn die Zeit erfuellt sein wird, kommt Jesus Christus. Er kommt! Und dann wird in einem Nu alles voellig veraendert sein.

[Stammapostel:]
Wenn die Apostel so kurz dienen, reicht es fuer mehrere. Gehen wir mal in den Sueden, nach Baden-Wuerttemberg und Bayern, und hoeren den dortigen Bezirksapostel Saur.

[Bezirksapostel Klaus Saur:]
(...) Ich denke, wir werden diesen Pfingsgottesdienst mit den drei besonderen Schwerpunkten nie vergessen. Der erste Schwerpunkt: keine Verflachung! Der zweite, der uns wieder einmal zur Seligkeit erhoben hat: Unser Herr kommt bald! Und der dritte Schwerpunkt: Der Heilige Geist will dich troesten, er will dir helfen, er will dich auf den grossen Augenblick der Wiederkunft Christi bereiten!

Geschwister, warum keine Verflachung? Durch Verflachung kommt es zu einer Veraenderung. Ich dachte an das Land, aus dem unser Stammapostel kommt. Die Schweiz ist bekannt fuer ihre Berge und Seen, fuer ihren Kase und die Schokolade. Man koennte der Schweiz die Berge nehmen und die Seen zuschuetten. Man koennte die Produktion von Kaese und Schokolade einstellen. Aber was geschaehe dann? Dann gaebe es zwar die Schweiz noch, aber sie waere nicht mehr die Schweiz. Was waere denn, wenn man Hamburg den Hafen naehme, die Elbe, die Alster, das Wasser? Hamburg waere nicht mehr Hamburg.

Liebe Geschwister, was waere denn im Werk Gottes, wenn die Eckwerte des Evangeliums nicht mehr stuenden, wenn der Heilige Geist nicht mehr seine Kirche regierte, lenkte und leitete? Das waere eine gewaltige Veraenderung - nicht zum Guten. Man wuerde das Werk Gottes nicht mehr wiedererkennen.

Was geschieht mit einer Seele, wenn der Glaube abnimmt, die Liebe erklatet, Gleichgueltigkeit und Oberflaechlichkeit einziehen? Wenn Verflachung eintritt, die Freude auszieht und man nicht mehr bereit ist, von Gott, von seiner Liebe, vom Evangelium, von Christo Jesu zu zeugen? Liebe Geschwister, da veraendert sich die Seele. Wir kennen solche Brueder und Schwestern, von denen wir sagen muessen: Sie sind nicht mehr dieselben. Deswegen habe ich diese Worte auch fuer mich ganz persoenlich genommen: keine Verflachung! Verflachung ist Veraenderung zum Negativen. Wir wollen uns zum Positiven veraendern, von Gottesdienst zu Gottesdienst, von Gnadentag zu Gnadentag. Am Ende dieser positiven Entwicklung soll die geschmueckte Braut stehen, die dem Sohn Gottes gefaellt; am Ende dieser Entwicklung soll die neue Kreatur in Christo Jeso offenbar werden. So gehen wir freudig dem Tag entgegen, an dem sich erfuellen wird, was der Sohn Gottes vor seiner Kreuzigung und Himmelfahrt sagte: "Und wenn ich hingehe..., so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin" (Johannes 14, 3).

[Stammapostel:]
In wenigen Wochen tritt leider ein bewaehrter, lieber Apostel in den Ruhestand, der Apostel Magneya su Nordrhein-Westfalen. Es ist sein letztes Pfingsten im aktiven Dienst. Darum bitte ich ihn auch noch um eine Zugabe.

[Apostel Hermann Magney:]
(...) Zu Beginn des Gottesdienstes hat der Chor die Bitte ausgesprochen, der Heilige Geist moege neu unsere Herzen entzuenden (vgl. Chormappe 358). Wir haben dabei nicht an eine erneute Ausgiessung des Geistes gedacht oder daran, dass wir den Heiligen Geist noch einmal empfangen muessten. Aber das Wort, das der Heilige Geist hier, besonders durch den Stammapostel, offenbarte, hat das Feuer, das in unseren Herzen vorhanden war, noch mehr entfacht. Das war mit jener Bitte gemeint: Entzuende das in meiner Seele, was nicht mehr so lodernd brennt, damit ich nach diesem Wirken sagen kann: Es brennt jetzt wieder alles in mir, und ich kann durch mein Wesen und meine Erscheinung in diesem Leben auch ein Zeuge des Heiligen Geistes sein. Ihr Lieben, der Stammapostel hat von den Werken gesprochen, die dann vorhanden sein werden oder auch sein muessen, wenn der Herr erscheint bei seinem Wiederkommen. Jesus wies auf Johannes der Taeufer hin, der von ihm zeugte und damit auch ein Licht war (vgl. Johannes 5, 32-35). Aber dann sagte er: "Ich aber habe ein groesseres Zeugnis denn des Johannes Zeugnis; denn die Werke, die mir der Vater gegeben hat, dass ich sie vollende, eben diese Werke, die ich tue, zeugen von mir, dass mich der Vater gesandt habe " (Johannes 5, 36).

Den Heiligen Geist selbst kann man nicht sehen, er ist Geist. Aber wie er wirkt, wie er in den Werken offenbar wird, das kann man sehr wohl deutlich wahrnehmen. Das zieht sich durch die ganze Reichsgottesgeschichte. Es betrifft in erster Linie den Sohn Gottes, unseren Herrn und Meister und Erloeser, das betrifft alle Knechte Gottes und das betrifft alle Brueder und Schwestern. Man sieht es, wenn wir alle, die wir Gottes Geist empfangen haben, diese Werke hervorbringen. Aber was brauchen wir dazu? Das Wort, das aus dem Heiligen Geist gewirkt wird. Das ist unverzichtbar, denn wir haben wohl Feuer in der Seele, aber das Feuer muss erhalten bleiben. Das Entzuenden dieses Feuers war auch nicht so einfach, das hat Jesus festgestellt (vgl. Lukas 12, 49). Aber es ist auch nicht leicht, das Feuer am Brennen zu halten. Darum hat der Stammapostel uns ein Wort der Ermahnung aus dem Heiligen Geist gegeben. Das war ein neues Feuer fuer unsere Seele, fuer den Teil in unserem Herzen bestimmt, der vielleicht nicht so brennt, wie es der Herr moechte. Und, Geschwister, dieses Wort unseres Stammapostels hat gezuendet! Wir koennen sagen: Stammapostel, da brennt es wieder! Wir haben die Ermahnung aus dem Geist der Wahrheit empfangen, aufgenommen, weil wir brennen und zeugen wollen fuer die Wahrheit.

(...) Wir muessen am Ende auch Werke haben, die davon zeugen, dass der Herr sich mit uns verbunden hat in unserem Leben und wir mit ihm. Wenn wir heute Werke bringen, dann werden sie auch dann vorhanden sein, wenn der Herr Jesus erscheint. Gebe der treue Gott uns weiterhin dieses Feuer durchs Wort, Geschwister, dass es in uns brennt und wir selbst fuehlen koennen: In meiner Seele ist es warm!

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