Hier sind die unzensierten Gottesworte, die von unserem Stellvertreter Jesu am Sonntag, den 23. Januar 2000 in Dornhan gesprochen wurden.

Eingangslied: 193

Liebe Brueder und Schwestern hier in Dornhan und ihr Lieben, die ihr mit uns angeschlossen seid in Baden-Wuerttemberg und Bayern. Zum heutigen Sonntag lese ich nun ein Wort aus dem Evangelium Matthaeus. Wir hoeren aus dem 21. Kapitel den 14. Vers: "Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel. Und er heilte sie." Bis soweit.

(Chor)


Geliebte Brueder und Schwestern in nah und fern. Wieder einmal darf ich hier bei euch in Dornhan sein. Dabei erinnere ich mich noch ganz gut an einen Ueberraschungsbesuch in eurer Mitte, bald ist es 10 Jahre her und zum anderen an den Aemtergottesdienst vom letzten Jahr, den ich hier gehalten habe. Aber ein eigentlicher offiziell angesagte Besuch und Gottesdienst in der Gemeinde hier das ist heute damit zum ersten Mal. Denn das allererste als ich hier war, war es ja eine Ueberraschung. Ich freue mich liebe Geschwister mit euch, wieder zusammenkommen zu duerfen, im Hause Gottes, im Heiligtum des Herrn, an seinem Altar, um neu das offenbar werden der Dreieinigkeit Gottes zu erleben.


Als das Reich Salomos auf seinem Hoehepunkt war, seine Weisheit weitherum beruehmt, sein Reichtum sagenhaft. Wir lesen in der Bibel, es gab eine Zeit da kamen jaehrlich zu Salomos Schaetzen 666 Tonnen Gold hinzu! Ohne das Gold, dass durch die Haendler und Kaufleute auch noch erworben wurde. Da war im Hause Salomo alles so herrlich und grossartig und wunderbar, so lesen wir das, alle Trinkgefaesse und alle Teller und Toepfe daraus gegessen und getrunken wurde aus purem Gold waren. So eine Herrlichkeit war offenbar in der Bluetezeit des Koenigs Salomo. Der liebe Gott hat's zugelassen und also gelenkt, weil der Salomo zuvor so kindlich und so gottesfuerchtig um Weisheit, Licht und Gnade gebeten hatte.


Liebe Brueder und Schwestern, wenn ich euch betrachte, als lebendige Seelen, im lebendigen Tempel unseres Gottes, im Koenigshaus Jesu Christi von heute auf Erden, was wuenschte ich mir, was wir alle sein koennen, ausnahmslos: Gefaesse des Segens aus purem geistlichen Gold. Was will das heissen? Lasst uns, liebe Geschwister, aus der Wahrheit sein. Durch und durch geheiligt und durch die Wahrheit frei, denn wer aus der Wahrheit ist, sagt Jesus, der hoeret meine Stimme. Und wenn wir dadurch, weil wir aus der Wahrheit sind und reine Herzen haben wollen, aus purem geistlichem Gold gefertigt sind koennen wir dann auch Gefaesse des Segens und des Heils sein.


Denken wir einen Augenblick zurueck, an vergangene Zeiten, Jahrzehnte und Generationen. Gerade hier wo ich heute sein darf bei euch im Schwarzwald sind viele bluehende Gemeinden entstanden und ein schoener Prozentsatz der Bevoelkerung in manchen Doerfern ist neuapostolisch. Waere das in ganz Deutschland der Fall, haette das Werk des Herrn 5 mal oder 7 mal so viel Mitglieder in eurer irdischen Heimat. Unser Vater und unsere Glaubensmutter waren aus purem Gold und von der Wahrheit durchdrungen und konnten Gefaesse des Segens sein auch fuer andere, dass sie daraus schoepfen konnten. Und darum ist alles gewachsen. Und dafuer sind wir auch heute noch dankbar. Und was ist nun heute wichtig in unserer Zeit? Liebe Geschwister, lasst mich mal so sagen: es kann immer wieder vorkommen in irgendeiner Sache, dass mal ein toter Punkt erreicht wird. Ein ganz einfaches Beispiel. Ein Kind nimmt Musikunterricht. Ist am Anfang begeistert. Geht gern in die Unterrichtsstunden. Uebt zuhause auf seinem Instrument stundenlang, hat Freude wenn es fortschritte verzeichnet. Ist mit Begeisterung dabei. Und ploetzlich, eines Tages, ist ein toter Punkt erreicht. Die Freude ist weg. Der Eifer verflogen, die Begeisterung ist nirgends mehr zu finden. Es ist einem verleidet zu ueben. Am liebsten moechte man alles wegschmeissen. Das kann's doch geben. Und dann ist doch wohl an den Eltern, dass sie versuchen mit kluggewaelten Worten die Begeisterung neu zu entfachen, das neu Freude wird und wieder herauswaechst und dass der Lernprozess weitergeht.


Es kann einmal ein toter Punkt erreicht werden. Ein Maschinenbauer weiss auch, dass selbst bei einer Maschine irgendwann einmal ein toter Punkt erreicht werden kann. Und darum wird er entsprechend die Maschine konstruieren, dass dieser toter Punkt ueberwunden wird. Liebe Geschwister. Ihr blickt gerade hierzulande und in dieser Gegend auf eine gesegnete und schoene Vergangenheit zurueck. Koennte nicht es sein, dass gerade in unserer Zeit, wo der Braeutigam scheinbar verzieht, scheinbar, aber er verzieht ja nicht die Verheissung, sagt Petrus, wie es etliche fuer einen Verzug halten. Er hat Geduld mit uns. Das ist es. Die goettliche Geduld ist es. Nicht ein Verzug. Aber gerade in dieser Zeit koennte da und dort im Glaubensleben mal ein toter Punkt erreicht sein. Liebe Geschwister, was hilft heraus: Glaube, Liebe, Hoffnung. Lasst uns darum immer wieder durchs Wort Gottes den Glauben staerken. Der Glaube kommt aus der Predigt, sagt Paulus. Die Liebe, die ja in uns gelegt ist, reichlich ausgegossen, sagt Paulus, durch den heiligen Geist in unsere Herzen. Geben wir dieser Liebe in uns raum, dass sie sich regen kann. Entwickeln und entfalten kann. Und die lebendige Hoffnung, dass der Herr kommt und sein Werk vollendet. Und die Seinen bis dahin sicher fuehren wird. Dass alles, liebe Geschwister, hilft aus dem toten Punkt heraus. Darum sind die Gottesdienste so wertvoll. Die Zusammenkuenfte im Heiligtum unentbehrlich, wo wir durch Wort und Gnade immer wieder in Glaube, in Liebe, in Hoffnung gestaerkt werden. Wenn irgendwo ein toter Punkt erreicht waere, und man das Gefuehl hat, es geht nicht mehr weiter, dann lieber Bruder, liebe Schwester sage ich dir: doch! Wenn der Glaube lebt und stark ist, kanns weitergehen, wenn die Liebe sich regt in unseren Herzen zu Gott und seinem Werk, kommt man aus dem toten Punkt heraus. Wo die lebendige Hoffnung in uns nicht gestorben ist, auf die Wiederkunft Christ, da bereitet man sich entsprechend vor.


Ich habe hier ein Wort vorgelesen, wo vom Herrn Jesus geschrieben steht, als er im Tempel war. Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel. Und er heilte sie. Lasst uns dieses Wort im weiteren Umfeld sehen. Voraus ging naemlich etwas ganz bestimmtes. Jesus ging in den Tempel, zu Jerusalem und dann erfolgte die zweite Tempelreinigung. Zum zweiten Mal in seiner Erdentaetigkeit reinigte er den Tempel. Ich glaube ich muss jetzt nicht ins detail gehen und wieder vorlesen, was er alles getan hat. Ihr kennt das alles aus der Geschichte. Dass er die Taubenkraemer und die Geldwechsler hinausgetrieben hat und schliesslich das schwerwiegende Wort gesprochen: dies sollte ein Bethaus sein. Was habt denn ihr daraus gemacht? Eine Moerdergrube. Die zweite Tempelreinigung ging diesem Wort voraus, das ich vorglesen habe. Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme und er heilte sie.


Schon einmal in frueherer Zeit bei einem anderen Besuch hat Jesu den Tempel gereinigt. Das war die erste Reinigung.


Kommen wir nun in unsere Zeit. In unsere heutige Situation. Auch wir selbst mit unserem Herzen sollen ein Tempel sein, des lebendigen Gottes. Die ganze Gemeinde, die Gemeinschaft der Heiligen als Brueder und Schwestern vereint im Hause Gottes. Wir sollen der lebendige Tempel unseres Gottes sein. Ist es nun auch heute noetig, dass der Herr Jesus ab und zu den Tempel reinigt? Geschwister, ich glaube doch wohl, wenn er's auch nicht mehr so radikal tun muss, wie damals im Tempel zu Jerusalem, ist es doch dem Herrn immer wieder ein Anliegen, den Tempel zu reinigen. Es gab eine erste Tempelreinigung und dann eine zweite. Und heute bei uns. Was ist dann im uebertragenen Sinn fuer uns heute die erste Tempelreinigung? Liebe Geschwister, das ist wenn das Wort Gottes an unseren Seelen wirkt und schafft und arbeitet. Das geschieht jetzt in diesen Augenblicken, wo wir zusammen sind im Heiligtum, da wird der Tempel gereinigt. Was sagte denn der Herr Jesus zu seinen Juengern einmal die bedeutungsvollen Worte. Sagte er zu ihnen: ihr seid schon rein um des Wortes willen, dass ich zu euch geredet habe. Also Tempelreinigung. Wenn durch das Wort, dass zu uns geredet wird, wir schon einmal rein gemacht werden ist doch das eine wunderbare Tempelreinigung. Wenn wir im Hause Gottes unter dem Wort des Herrn sitzen. Und die zweite Tempelreiniung, wann erfolgt denn die? Ich sagte euch hier im vorgelesenen Wort, dass war bereits das zweite Mal dass er eingegriffen hat. Bei uns ist die zweite Tempelreininug wenn wir Gnade empfangen. Wenn wir die Worte der Vergebung hoeren: dir sind deine Suenden vergeben. Der Friede des Auferstandenen sei nun mit dir. Welch eine Heiligung und Reinigung in wunderbarer Art und Weise. Einmal reinigt der Herr seinen Tempel heute durch sein wortwirken und schaffen in jedem Gottesdienst. Und die zweite Reinigung und voellige Heiligung erfolgt durch das Opfer und Verdienst Jesu Christi. Seht ihr, es ist in der Vollendungszeit des Hauses und Werkes Gottes doch bedeutend viel schoener als damals in Jerusalem, wo der Herr Jesus den Strick nehmen musste, um den Tempel zu reinigen. Heute tut er es in so schoener sanfter wohltuender Weise durch Wort und Gnade.


Ihr seid schon rein um des Wortes willen, dass ich zu euch geredet habe. liebe Geschwister, dass kann nur geschehen, wenn solche Worte auch aufgenommen werden im Herzen, bewegt werden und versucht wird danach zu tun. Sonst kann diese Reinheit nicht geschaffen werden. Wer das Wort Gottes abweist, wer das Wort Gottes seziert und der menschliche Intellekt alles besser weiss, als die Weisheit Gottes, wie kann da dieses Wort rein machen? Liebe Geschwister, darum kommen wir immer wieder im Hause Gottes zusammen. Im Bewusstsein, es ist der Herr, der zu uns spricht in seinen Knechten.


Dieser Tage sprach ich mit einem Apostel, er ist ein paar Jahre juenger als ich. Wir kamen auf alte Zeiten zu sprechen. Und dann sagte er wie es ihm damals ergangen war, damals als zehn, elfjaehriger im Gottesdienst. Wenn Uebertragung war eines Stammaposteldienstes, nicht mit Bild. Damals war das nicht moeglich, nur mit Ton. Man schaute zwei Stunden lang in einen Lautsprecher. Und dann sagte er als 11-jaehriger Junge, wenn der Stammapostel den Gottesdienst begonnen hat, ging mir ein heiliger Schauer ueber den Ruecken, und dann sagte ich mir: jetzt spricht der liebe Gott mit mir. So war man ergriffen und hatte kein Bild vor sich, nur den Ton. Ja liebe Geschwister, ich weiss wir leben heute in einer anderen Zeit. Und rationales denken macht sich ueberall breit. Und man ist nicht mehr so bald bereit sich hinauffuehren zu lassen, in die Seligkeiten des Hauses Gottes. Aber wer heute noch das Wort Gottes kindlich aufnimmt, ist schon rein, um des Wortes willen, das zu ihm geredet ist. Das ist die erste Tempelreinigung. Und die zweite kommt in jedem Gottesdienst. Gnade und Friede aus dem Opfer und Verdienst Jesu Christi.


Und nun kommt das Grossartige. Und jetzt kommt der eigentliche Sinn des vorgelesenen Wortes. Wenn diese Tempelreinigungen geschehen koennen, dann erleben wir auch heute, was hier geschrieben steht: und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel und er heilte sie. Wir verstehen dieses Worte heute in erster Linie auf geistlicher Ebene. Viele sind blind fuer das Wirken Gottes in unserer Zeit. Viele sind blind und sehen nicht in welcher Zeit wir leben. Sie sind blind fuer Gottes Offenbarungen in unseren Tagen. Wo eine Tempelreinigung stattfinden kann, kann der Herr solche Blindheit heilen. Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme und er heilte sie. Ja wie heilt der Herr? Wir haben gehoert, er reinigt unseren Herzenstempel, den Gemeindetempel, das gesamte Werk des Herrn auf Erden. Immer wieder durch Wort und Gnade. Und dadurch wird alles rein und geheiligt. Und gesegnet. Und wenn nun geistliche Blindheit da und dort vorhanden ist, kann er das Heil, wisst er wie, durch die Augensalbe, wie wir lesen koennen in der Offenbarung, die angeboten wird in unserer Zeit, da heilt er geistliche Blindheit. Wo Wort und Gnade wirkt und schafft und Tempel reinigt und das Herze heiligt, da kann dann die Augensalbe anwendung finden. Und aus geistlich Blinden werden sehende. Dann sieht man die Wunder Gottes in unseren Tagen, in seinem Werk. Dann sieht man den Herrn im Herrn, selbst in Bruder und in unserer Schwester. Man sieht in ihnen den Herrn. Und man sieht in der goettlichen Sendung von heute den sich offenbarenden Gottessohn. Man sieht auch die Zeichen der Zeit. Man sieht auch die Wechselwirkung zwischen Opfer und Segen. Liebe Geschwister, wenn jemand von geistlicher Blindheit geheilt werden kann, sieht er das alles. Er sieht insbesondere die wunderbare Wechselwirkung: Opfer auf der einen Seite, Segen auf der anderen Seite. Und wenn ich ueber Opfer definiert sprechen wollte, glaubt mir Geschwister, dann wuerde ich nicht nur vom natuerlichen und materiellen Opfer sprechen, sondern auch vom Herzensopfer, vom Opfer der Zeit und so weiter. Und wenn ich vom Segen definiert etwas sagen wollte, koennte ich nicht nur irdischen Segen sehen, sondern vor allem geistlichen Segen. Ist es nicht ein Segen, wenn Glaube, Liebe, Hoffnung erneuert werden koennen und der tote Punkt damit ueberwunden wird. Der da und dort einmal eintreten kann. Niemand ist gefeit, da und dort kann mal ein toter Punkt kommen. Aber geistlicher Segen, auf Grund vorangegangener Opfer hilft darueber hinweg. Wer Augensalbe anwendet sieht die Wechselwirkung zwischen Opfer und Segen. Und er sieht wie der Herr Eile hat, sein Werk zu vollenden. Er sieht am Zeiger der Weltenuhr welche Zeit es geworden ist. Liebe Brueder und Schwestern, Jesus sagte einmal von solchen: mit sehenden Augen sehen sie's nicht. Warum denn nicht? Mit sehenden Augen sehen sies nicht. Warum nicht, weil sie keine Augensalbe anwenden. Dort wo diese Anwendung finden, werden Blinde sehend. Wir wollen dem Herrn danken, dass er uns immer wieder diese Augensalbe uebermittelt, dass wir sehen koennen. Wir sehen das Werk Gottes in seiner Schoenheit. In der Bemuehung, tausendfachen Bemuehungen zur Vollendung zukommen. Natuerlich sieht man da und dort auch noch menschliche Schwaechen und Unvollkommenheiten. Da und dort geschieht mal etwas unwuerdiges und unschoenes. Aber dann kommt eben wieder die Tempelreinigung mit der Gnade. Und alles ist geheiligt und sauber und rein. So Geschwister moegen viele Augen aufgehen, immer mehr fuer das Wirken und Walten Gottes in unserer Zeit, dass Blinde sehend werden.


"Es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel und er heilte sie." Lahm. Ich das heute einmal so sagen: wir koennten lahm werden im Glauben und dann fehlt die Glaubensbewegung. Und wo die Glaubensbewegung fehlt, da fehlt viel, meine Brueder und Schwestern. Wenn der Tempel geheiligt und gereinigt werden kann, einmal durch Wort und dann durch Gnade, kann der Herr auch Lahme wieder heilen und gehend machen, dass die Glaubensbewegung wieder da ist. Wisst ihr woraus wir unerhoerte Kraft schoepfen koennen, um in der Glaubensbewegung bleiben zu koennen? Wisst ihr woraus? Aus dem heiligen Abendmahl. Nehmen wir es nie zu uns gewohnheitsmaessig. Nehmen wir es jedes Mal mit einer verlangenden Seele, in innerer Heiligung. Im Bewusstsein: wir nehmen Wesen, Sinn und Geist Jesu Christi in uns auf. Im heiligen Abendmahl liegt Kraft, Glaubensbewegung an den Tag zu legen. Wo das fehlt, waere man geistlich gesehen, lahm geworden. Aber der Herr Jesus, schon damals im Tempel, heilte alle Blinden und Lahmen. Er tut's auch heute gern in seinem Hause. Holen wir die Kraft aus dem Abendmahl, dass die Glaubensbewegung anhaelt. Liebe Geschwister, wie pruefen wir, dass die Glaubensbewegung anhalt? Wenn die Werke des Glaubens offenbar sind. Da bewegt sich doch was in uns. Was heisst in der Offenbarung? Einmal so schoen. Tue Busse und tue die ersten Werke. Dieses Wort gilt uns, in unserer Zeit ganz besonders. Tue Busse, tue die ersten Werke. Geschwister, Busse, das ist heutzutage ein Wort, dass man nicht mehr so gerne hoert. Dass klingt nicht in den Ohren. Ja, viele wissen damit eigentllich wenig anzufangen. Und wenn dass Wort Busse genannt wird in unserer Sprache, dann denkt man hoechstens an die Polizei, die uns erwischt, wenn wir zu schnell gefahren sind und dann eine Busse bekommen, einen Strafzettel um es anders zu sagen. Was heisst Busse? Busse tun? Ganz einfach! Liebe Geschwister, Busse heisst Umkehr. Tue Busse und tue die ersten Werke. Also umkehren zu den ersten Werken. Das gibt Glaubensbewegung. Brueder und Schwestern. Was sind erste Werke? Sicher das bleiben in der ersten Liebe. Das sind erste Werke. In der ersten Liebe stehen. Man koennte auch in einer zweiten und dritten und fuenften Liebe stehen. Aber das sind nicht mehr erste Werke und das Herz waere nicht mehr dabei. Wer in der ersten Liebe steht, da schwingt das ganze Herz mit. Da ist die ganze Seele erfuellt davon. Tue Busse, tue die ersten Werke. Umkehren, zu dem wie es am Anfang war. Wie wars denn am Anfang? Freudige stete Nachfolge war selbstverstaendlich. Das sind erste Werke. Freudige stete Nachfolge, in der ersten Liebe stehen. Was sind erste Werke: warten auf den Herrn von einer Morgenwache zur anderen. Liebe Brueder und Schwestern, moege Blindheit, moege Lahmsein immer mehr verschwinden. Das wir sehen koennen mit geheiligten Augen, wie der Herr heute sein Werk baut und vollendet, dass wir Glaubensbewegung haben und die Werke des Glaubens an den Tag legen. Lahm sein, Blindheit moegen immer mehr verschwinden, dass ein freudiger lebendiger Glaube uns tragen kann, bis hin zum Tag des Herrn, an dem er kommt, um sein Werk zu vollenden und um uns heimzuholen.


Wir haben im Eingangslied miteinander in der dritten Strophe gesungen: heile die zerbrochenen Herzen. Und wenn der Herr Jesus damals im Tempel alle Blinden und alle Lahmen geheilt hat und er das heute auch gerne tut, geistlicherweise gesehen, nachdem die Tempelreinigung vorangegangen ist, dann liebe Brueder und Schwestern moege uns das wohl tun, er heilt auch gerne zerbrochene Herzen. Also wenn der Fall, menschlich gesehen, hoffnungslos liegen wuerde. Zerbrochene Herzen. Das heilt der Herr gerne auch heute. Er kann es tun, seiner Jesuliebe mit der er das Opfer gebracht hat fuer uns alle und in den Tod gegangen ist und auferstanden und gen Himmel gefahren, er kann auch zerbrochene Herzen heilen. Aber auch hier gilt: zuvor muss der Tempel gereinigt werden. Und nun, liebe Geschwister, gehen wir miteinander weiter, wollen immer wieder versuchen, wenn tote Punkte erreicht sind, diese zu ueberwinden, wollen dafuer sorgen, dass wir goldene Gefaesse sind, Gefaesse des Segens im Hause des Herrn und wollen sehend bleiben und im lebendigen Glauben stehen und so die Zeit nutzen, die uns noch zur Verfuegung steht, bis der Herr kommt.

Hier sind die zensierten Worte, die als "Gottesdienst-bericht" in der Zensur-Zeitschrift "Unsere Familie" (die Nummer 10, 20. Mai 2000) veroeffentlicht wurden... 

Eingangslied: "Licht, das in die Welt gekommen..." (Gesangbuch 193)

Textwort: Matthaeus 21, 14

Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilte sie.

Chorlied: "Mein Heil bist du..." (Chormappe 194)


Geliebte Brueder und Schwestern, wieder einmal bin ich hier bei euch in Dornhan. Dabei erinnere ich mich zum einen an einen Ueberraschungsbesuch hier vor bald zehn Jahren und an den Gottesdienst fuer Amtstraeger, den ich im vergangenen Jahr hier gehalten habe. Aber heute ist es zum ersten Mal ein offiziell angekuendigter Besuch zum Gottesdienst in der Gemeinde hier. Ich freue mich mit euch, im Haus Gottes sein zu duerfen, im Heiligtum des Herrn, an seinem Altar, um neu das Offenbarwerden des dreieinigen Gottes zu erleben.


Als Salomo's Reich seinen Hoehpunkt erreicht hatte, die Weisheit des Koenigs weithin beruehmt, sein Reichtum sagenhaft war - es gab eine Zeit, in der jaehrlich 666 Zentner Gold zu Salomo's Schaetzen hinzukamen, ohne das Gold, das durch die Haendler oder Kaufleute noch erworben wurde (vhl. 1 Koenige 10, 14) -, da war im Haus Salomos alles herrlich und grossartig. Selbst die Trinkgefaesse des Koenigs bestanden aus purem Gold (vgl. Vers 21); solch eine Herrlichkeit war in der Bluetezeit des Koenigs Salomo offenbar! Gott hatte ihn so gesegnet, weil Salomo zuvor gottesfuerchtig um ein gehorsames Herz, um Weisheit und Erkenntnis gebeten hatte (vgl. 1 Koenige 3, 9).


Liebe Brueder und Schwestern, wenn ich euch betrachte als Seelen im lebendigen Tempel Gottes von heute, im Haus des Koenigs Jesus Christus, wuensche ich mir, dass wir alle ausnahmslos Gefaesse des Segens aus purem geistigen Gold sein koenne! Was will das heissen? Lasst uns aus der Wahrheit sein, durch und durch geheiligt und durch die Wahrheit frei. "Wer aus der Wahrheit ist", sagte Jesus, "der hoeret meine Stimme" (Johannes 18, 37). Wenn wir aus der Wahrheit sind und reine Herzen haben, koennen wir goldene Gefaesse des Segens und des Heils sein.


Denken wir einen Augenblick zurueck an vergangene Zeiten und Generationen. Gerade hier bei euch im Schwarzwald sind viele bluehende Gemeinden entstanden, und in manchen Doerfern ist ein schoener Prozentsatz der Bevoelkerung neuapostolisch. Waere das in ganz Deutschland der Fall, haette das Werk des Herrn fuenf- oder siebenmal so viele Mitglieder. Unsere Vaeter und Muetter waren von der Wahrheit durchdrungen und konnten goldene Gefaesse des Segens sein - auch fuer andere, die daraus schoepfen konnten. Darum ist alles gewachsen. Dafuer sind wir heute noch dankbar. Was ist nun wichtig in unserer Zeit? Liebe Geschwister, lasst es mich so sagen: Es kann immer wieder einmal vorkommen, dass ein "toter Punkt" erreicht wird. Ein ganz einfaches Beispiel: Ein Kind nimmt Musikunterricht, ist am Anfang begeistert, geht gern in die Unterrichtsstunden, uebt zu Hause stundenlang auf seinem Instrument, hat Freude, wenn Fortschritte zu verzeichnen sind, ist mit Begeisterung dabei - und ploetzlich, eines Tages, kommt ein "toter Punkt". Die Freude ist weg, der Eifer verflogen, die Begeisterung nicht mehr vorhanden. Es ist dem Kind verleidet zu ueben; am liebsten moechte es alles hinwerfen. Das kann es doch geben. Dann ist es an den Eltern, mit klug gewaehlten Worten zu versuchen, die Begeisterung neu zu entfachen, damit die Freunde wieder waechst und der Lernprozess weitergeht.


Liebe Geschwister, ihr blickt in dieser Gegend auf eine gesegnete Vergangenheit zurueck. Aber koennte es nicht sein, dass gerade in unserer Zeit da und dort im Glaubensleben einmal ein "toter Punkt" erreicht ist, weil unser Brauetigam scheinbar verzieht? - Scheinbar, denn der Herr verzieht nicht die Verheissung, sagt Apostel Petrus, wie es etliche fuer einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns (vgl. 2. Petrus 3, 9). Was hilft ueber einen solchen toten Punkt hinweg? Glaube, Liebe und Hoffnung! Wir wollen uns darum immer wieder durch das Wort Gottes den Glauben staerken lassen. "Der Glaube kommt aus der Predigt", sagt Apostel Paulus (vgl. Roemer 10, 17). Geben wir die Liebe, die durch den Heiligen Geist ausgegossen ist in unsere Herzen (vgl. Roemer 5, 5), in uns Raum, damit sie sich regen, sich entwickeln und entfalten kann. Auch die lebendige Hoffnung darauf, dass der Herr kommt, sein Werk vollendet und die Seinen bis dahin sicher fuehren wird, hilft den "toten Punkt" zu ueberwinden. Darum sind uns die Gottesdienste so wertvoll, die Zusammenkuenfte im Heiligtum unentbehrlich, in denen wir durch Wort und Gnade immer wieder im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung gestaerkt werden. Sollte irgendwo ein toter Punkt erreicht sein und solltest du, lieber Bruder und liebe Schwester, das Gefuehl haben, es gehe nicht mehr weiter, dann sage ich dir: Wenn der Glaube lebt und stark ist, kann es weitergehen! Wenn die Liebe zu Gott und seine Werk sich regt im Herzen, kommt man ueber den toten Punkt hinweg, und wo die lebendige Hoffnung auf die Wiederkunft Christi nicht erstorben ist, da bereitet man sich entsprechend vor.


Ich habe hier ein Wort vorgelesen, in dem geschrieben steht, dass Jesus im Tempel war und dort Blinde und Lahme heilte, die zu ihm kamen. Lasst uns dieses Wort im weiteren Umfeld sehen. Vorausgegangen war naemlich etwas ganz Bestimmtes: Jesus war in den Tempel zu Jerusalem gegangen und hatte dort die zweite Tempelreinigung vorgenommen, bei der er die Taubenkraemer und die Geldwechsler hinaustrieb und schliesslich die schwer wiegenden Worte sprach: "Es steht geschrieben: 'Mein Haus soll ein Bethaus heissen'; ihr aber habt eine Moerdergrube daraus gemacht" (Matthaeus 21, 13). Die zweite Tempelreinigung ging also dem Geschehen voraus, das in unserem Textwort beschrieben ist: "Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel und er heilte sie."


Schon einmal, bei einem anderen Besuch zu frueheren Zeiten, hat Jesus den Tempel gereinigt (vgl. Johannes 2, 13-17). Das war die erste Reinigung.


Kommen wir nun zu uns. Auch wir sollen ein Tempel des lebendigen Gottes sein (vgl. 1. Korinther 3, 16). Die ganze Gemeinde, die Gemeinschaft der Heiligen soll ein Tempel Gottes sein. Ist es auch huete noetig, dass der Herr Jesus ab und zu den Tempel reinigt? Ich glaube wohl. Wenn er es auch nicht mehr so radikal tun muss wie damals im Tempel zu Jerusalem, so ist es ihm doch immer wieder ein Anliegen, den Tempel zu reinigen. Es gab eine erste und eine zweite Tempelreinigung. Was ist denn im uebertragenen Sinn fuer uns heute die erste Tempelreinigung? Liebe Geschwister, es ist die Wirkung des Wortes Gottes an unseren Seelen. Das geschieht jetzt, in diesen Augenblicken, in denen wir zusammen sind im Heiligtum; da wird der Tempel gereinigt. Was sagte der Herr Jesus einmal zu seinen Juengern? "Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe" (Johannes 15, 3). Also bewirkt das Wort, das zu uns geredet wird im Haus Gottes, eine Reinigung. Und wann erfolgt die zweite Tempelreinigung? Wenn wir Gnade empfangen, wenn wir die Worte hoeren: "In dem Namen unseres Herrn Jesus Christus sind euch die Suenden vergeben, und der Friede des Auferstandenen sei mit euch!" Welch eine Heiligung und Reinigung! Zum einen reinigt der Herr seinen Tempel heute durch sein Wort in jedem Gottesdienst, zum anderen erfolgten die Reinigung und voellige Heiligung durch das Opfer und Verdienst Jesu Christi. Seht, es ist in der Vollendungszeit im Werk Gottes doch bedeutend schoener als in Jerusalem, als der Herr sogar einen Strick nehmen musste, um den Tempel zu reinigen (vgl. Johannes 2, 15). Heute tut er es in sanfter, wohltuender Weise durch Wort und Gnade.


"Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe." - Das ist aber nur dann der Fall, wenn das Wort auch aufgenommen und im Herzen bewegt wird und man versucht, danach zu tun. Sonst kann die Reinheit nicht geschaffen werden. Wer das Wort Gottes abweist, wer es "seziert", wer mit seinem menschlichen Intellekt alles besser weiss als die Weisheit Gottes, wie kann der durch das Wort rein gemacht werden? Deshalb kommen wir immer ins Haus Gottes in dem Bewusstsein: Es ist der Herr, der zu uns spricht durch seine Knechte.


Dieser Tage unterhielt ich mich mit einem Apostel, der ein paar Jahre juenger ist als ich. Wir kamen auf alte Zeiten zu sprechen, und er berichtetete, wie es ihm als Zehn- oder Elfjaehriger erging, wenn ein Gottesdienst des Stammapostels uebertragen wurde - nicht mit Bild, damals war das noch nicht moeglich - nur mit Ton. Er sagte: "Wenn der Stammapostel den Gottesdienst begonnen hat, lief mir als Junge ein heiliger Schauer ueber den Ruecken und dann sagte ich mir: Jetzt spricht der liebe Gott mit mir!" - So war man allein vom Hoeren der Stimme des Stammapostels ergriffen. Ich weiss, wir leben heute in einer anderen Zeit; ueberall macht sich rein rationales Denken breit, und man ist nicht mehr ohne weiteres bereit, sich auf die Hoehe der Seligkeiten im Haus Gottes hinauffuehren zu lassen. Wer aber auch heute das Wort Gottes kindlich glaeubig aufnimmt, ist schon rein um des Wortes willen, das zu ihm geredet ist. Das ist die erste Tempelreinigung


Nun kommt das Grossartige, die eigentliche tiefe Bedeutung des vorgelesenen Wortes: Wenn diese Tempelreinigung geschehen ist, dann erleben wir auch heute, was hier geschrieben steht: "Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme in den Tempel, und er heiligte sie." Wir erleben dieses Wort hute in erster Linie auf geistiger Ebene. Viele sind blind fuer das Wirken Gottes in unserer Zeit. Viele sehen nicht, in welcher Zeit sie leben. Sie sind blind fuer Gottes Offenbarungen in unseren Tagen. Wo zuvor eine Reinigung stattfinden konnte, kann der Herr eine solche Blindheit heilen. "Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme, und er heilte sie." Wie heilt der Herr? Durch die Augensalbe, die in unserer Zeit angeboten wird (vgl. Offenbarung 3, 18). Damit kann geistige Blindheit geheilt werden. Wo Wort und Gnade wirken und schaffen koennen, da kann dann die Augensalbe zur Anwendung kommen und aus geistig Blinden werden Sehende. Dann sieht man in unseren Tagen die Wunder Gottes in seinem Werk. Dann sieht man den Herrn selbst in Bruder und Schwester. Man sieht in der goettlichen Sendung von heute den sich offenbarenden Gottessohn. Man sieht auch die Zeichen der Zeit. Liebe Geschwister, wer von geistiger Blindheit geheilt werden kann, sieht insbesondere auch die wunderbare Wechselwirkung von Opfer auf der einen Seite und Segen auf der anderen Seite! Wenn ich ueber Opfer sprechen wollte, dann wuerde ich nicht nur vom materiellen Opfer sprechen, sondern auch vom Herzensopfer, vom Opfer der Zeit usw. Wenn ich ueber Segen etwas sagen wollte, wuerde ich nicht nur Segen im Irdischen sehen, sondern vor allem geistlichen Segen. Ist es nicht ein Segen, wenn Glaube, Liebe und Hoffnung erneuert werden koennen und damit der "tote Punkt" ueberwunden wird, der da und dort mal eintreten kann? Geistlicher Segen aufgrund gebrachter Opfer hilft darueber hinweg. Wer Augensalbe anwendet, sieht diese Wechselwirkung zwischen Opfer und Segen. Er sieht, wie der Herr Eile hat, sein Werk zu vollenden. Er sieht am Zeiger der Weltenuhr, in welcher Zeit wir leben. Der Herr Jesus sagte einmal: "Mit sehenden Augen sehen sie nicht..." (vgl. Matthaeus 13, 13). Wenn aber die Augensalbe angewendet wird, sieht man das Werk Gottes in seiner Schoenheit, in tausendfachen Bemuehungen, zur Vollendung zu kommen. Gewiss sieht man da und dort auch noch menschliche Schwaechen und Unvollkommenheiten, mitunter etwas Unwuerdiges und Unschoenes. Aber dann kommt die Tempelreinigung, und alles ist wieder geheiligt, sauber und rein. Moegen noch viele Augen immer mehr aufgehen fuer das Wirken und Walten Gottes in unserer Zeit und Blinde sehend werden!


"Es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilte sie." Was sind Lahme? - Ich will es heute einmal so dagen: Man koennte im Glauben erlahmen. Dann fehlte die Glaubensbewegung. Wenn aber der Tempel geheiligt und gereinigt werden kann durch Wort und Gnade, dann kann der Herr auch Lahme wieder heilen und gehend machen, sodass die Glaubensbewegung wieder vorhanden ist. Wisst ihr, woraus wir unerhoerte Kraft schoepfen koennen, um in der Glaubensbewegung bleiben zu koennen? Aus dem Heiligen Abendmahl. Nehmen wir es nie gewohnheitsmaessig zu uns, sondern geniessen wir es jedes Mal mit einer verlangenden Seele in innerer Heiligung, im Bewusstsein, dass wir Wesen, Sinn und Geist Jesu Christi in uns aufnehmen. Im Heiligen Abendmahl liegt Kraft, um Glaubensbewegung an den Tag legen zu koennen. Wo sie fehlte, waere man geistig gesehen lahm geworden. Der Herr Jesus heilte damals im Tempel die Blinden und Lahmen. Er tut es auch heute gern in seinem Haus. Lassen wir uns neu staerken durch das Heilige Abendmahl, damit unsere Glaubensbewegung anhaelt. Woran erkennen wir, ob diese Bewegung vorhanden ist? An den Werken des Glaubens. In der Offenbarung lesen wir die Worte: "Tue Busse und tue die ersten Werke"(Offenbarung 2, 5). Diese Worte gelten uns in unserer Zeit ganz besonders. Busse, das ist ein Begriff, den man heutzutage nicht mehr so gerne hoert. Viele wissen mit dem Wort "Busse" wenig anzufangen; man denkt dabei vielleicht an einen Bussgeldbescheid, den die Polizei verhaengt, wenn man zu schnell gefahren ist. Was heisst "Busse", was bedeutet es, "Busse zu tun"? Ganz einfach, liebe Geschiwister! "Busse" heisst "Umkehr". "Tue Busse und tue die ersten Werke" - also umkehren zu den ersten Werken. Das gibt Glaubensbewegung, Brueder und Schwestern. Was sind erste Werke? Das Bleiben in der ersten Liebe. Man koennte auch in einer zweiten, dritten und fuenften Liebe stehen - aber das waeren nicht mehr "erste Werke", das Herz waere nicht mehr dabei. Wer in der ersten Liebe steht, bei dem schwingt das ganze Herz mit und die Seele ist erfuellt davon. Tue Busse, tue die ersten Werke, kehre um zu dem, was am Anfang war. Wie war es denn am Anfang? Freudige, stete Nachfolge war selbstverstaendlich. Das sind erste Werke. Warte auf den Herrn von einer Morgenwache zur anderen, das sind erste Werke! Liebe Brueder und Schwestern, moege Blindheit, moege Laehmung immer mehr schwinden, damit wir mit geheiligten Augen sehen koennen, wie der Herr heute sein Werk baut und vollendet, dmit wir Glaubensbewegung haben, die Werke des Glaubens an den Tag legen und einen freudigen, lebendigen Glauben in uns tragen bis hin zu dem Tag, an dem der Herr kommt, um sein Werk zu vollenden und uns heimzuholen.


Wir haben in der dritten Strophe des Eingangsliedes gesungen: "Heile die zerbrochnen Herzen..." (Gesangbuch 193, 3). Der Herr Jesus hat damals im Tempel die Blinden und Lahmen geheilt, und er tut das auch heute in geistiger Hinsicht gerne. Er kann es tun mit seiner Liebe, mit der er das Opfer gebracht hat und fuer uns alle in den Tod gegangen ist. Aber auch hier gilt: Zuvor muss der Tempel gereinigt werden! Nun, liebe Geschwister, gehen wir miteinander weiter, wollen immer wieder versuchen, wenn ein "toter Punkt" kommt, diesen zu ueberwinden, wollen dafuer sorgen, dass wir goldene Gefaesse sind, Gefaesse des Segens im Haus des Herrn, und wollen sehend bleiben, im lebendigen Glauben stehen und die Zeit nutzen, die uns noch zur Verfuegung steht, bis der Herr kommt!

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