Das Saarland hat in der Vergangenheit viele interessante Personen hervorgebracht. Einer von diesen ist zweifellos der ehemalige NAK-Priester Wilhelm Parzich aus Homburg/Saar. Nach seinem Ausschluss aus der NAK 1951 hat er auf einzigartiger Weise versucht seine NAK-Brueder und Schwestern ueber die Misstaende in der NAK aufzuklaeren.
Als Beispiel dafuer veroeffentliche ich hier eine seiner Broschueren, die "SonderNummer 3", die Parzich Dezember 1972 herausgegeben hat. Hierin behandelt er die Themen: die 'Botschaft' von J.G. Bischoff, das Sterben von J.G. Bischoff, das Stammapostelamt von W. Schmidt, der Reichtum von F. Bischoff und die Gehaelter der Apostel.
Wilhelm Parzich hatte einen sehr erkennbaren Schreibstil, er benoetigte viele Ausrufezeichen und verwendete viel Fettdruck. Um seine Kritik sachlicher zu machen habe ich an einigen Stellen die Anzahl Ausrufezeichen verringert (oder sie ganz weggelassen), und habe keinen Fettdruck verwendet. Einige unsachliche Worte sind von mir gestrichen worden. Dies habe ich mit [...] angegeben.
Uebrigens sollte der geneigte Leser hieraus nicht folgern dass Ricky Fair es nicht einig ist mit der von Wilhelm Parzich geaeusserten Kritik. Sie ist nur abgeschwacht weil es in der NAK zu wenig starke Magen gibt die sie ertragen koennen.


Sonder-Nummer 3

Dezember 1972

Der Tod des Stammapostels J.G. Bischoff und sein Begraebnis!


Liebe ehemalige Brueder und Geschwister, lesen Sie bitte meine Sonder-Nummer
3, und ueberzeugt euch von der Wahrheit, die ich auftrage und [...] herausbringen
konnte.

Der Tod des Stammapostels J.G. Bischoff

Am 6. Juli 1960 starb der Stammapostel J.G. Bischoff.
Alle Weissagungen, Hindeutungen und gross angelegte Predigten der Apostel, Bischoefe,
Aeltesten, Evangelisten, Priester des Stammapostel J.G. Bischoffs, die das Kommen Jesu
und die "Braut-Heimfuehrung" zu Lebzeiten des Stammapostels J.G. Bischoff verherrlich-
ten, waren auf einen Schlage tot. Der Tod erloeste den Stammapostel J.G. Bischoff und
erloeste die neuapostolischen Glaeubigen von allen Legenden und Maerchen. Ein Traum
war ausgetraeumt.

Kam der Tod ploetzlich, oder war der Stammapostel J.G. Bischoff schon
lange Zeit krank?


Der Sohn vom Stammapostel J.G. Bischoff, [...] Friedrich Bischoff, brauchte Zeit wie
nun alles weitere geklaert werden sollte, und welche Luegenmaerchen man anwenden
sollte, damit die neuapostolischen Glaeubigen nicht alle davon laufen wuerden. Fr.
Bischoff liess allen seinen Genossen, also den Aposteln die ja alle durch ihn eingesetzt
worden waren (Bemerkung: Alle Apostel die nach 1952 in den Aemtern eingesetzt
worden waren, sind vom Fr. Bischoff, seinem Vater vorgeschlagen worden), den Tod
seines Vaters wissen, und bestellte sie zur dringenden und gemeinsamen Besprechung.
Ungefaehr 26 Apostel kamen so schnell wie moeglich nach Frankfurt. Hier begannen
die heimlichen Beratungen.
Alle der anwesenden Apostel waren sich darin einig, naemlich was sollen wir nun den
Geschwistern sagen, und wie bringen wir den Geschwistern unsere neue Luege bei?
Man einigte sich auf die Parole: Der Herr hat seinen Plan geaendert und prueft nun
die Geschwister ob sie in der Glaubenstreue und in der neuapostolischen Glaubens-
lehre weiterhin zusammenhalten werden. [...] Weiterhin wurde beraten wie nun die
Beisetzung des toten Stammapostels J.G. Bischoff erfolgen solle.

Die Beisetzung des toten Stammapostels J.G. Bischoff

Friedrich Bischoff und seine Genossens-Apostel warin sich darin einig, dass das Be-
graebnis des toten Stammapostels vor allen Dingen unter Ausschluss der Geschwister
und auch Fremden erfolgen sollte. Warum? Man befuerchtete, dass wenn die vielen
Geschwister kaemen, furchtbare Szenen auf dem Frankfurter Friedhof sich abspielen
wuerden! Natuerlich waeren diese Ereignisse aufgetreten, und viele Tageszeitungen
in Deutschland haetten das traurige Drama in alle Welt hinausposaunt. Aus diesem
Grunde wurde die Beisetzung des toten Stammapostels J.G. Bischoff um zwei Stun-
den - wie zuerst vorgesehen war - frueher durchgefuehrt. Am Grabe des toten
Stammapostels waren anwesend: Friedrich Bischoff und seine Familie, und unge-
faehr 26 Apostel des toten Stammapostels (Bemerkung: Keine Apostel Jesu,
sondern Apostel des toten Stammapostels J.G. Bischoff). Es war eine sehr kurze
Betrachtung am Grabe des Stammapostels J.G. Bischoff und so schnell wie moeg-
lich entfernten sich die Trauergaeste. Und als doch spaeter einige Getreuen des
Dogma-Glaubens heimlich die Beisetzung erleben wollten, war alles schon vorbei.
War es frueher doch so dass, wenn ein Stammapostel zu Grabe getragen wurde,
dass sich Tausende und abermals Tausende Brueder und Geschwister einfanden,
um ihren Stammapostel die letzte Ehre zu erweisen. Und hier wurde ein Stamm-
apostel wie man frueher Selbstmoerder heimlich bestattete, ebenfalls heimlich bei-
gesetzt. Man bedenke, ein Stammapostel nimmt Abschied von dieser Erde, der
doch die Zusage von dem Herrn Jesu erhalten hatte, dass er die Braut, also die
neuapostolische Braut heimfuehren wuerde, und er der letzte Stammapostel ge-
wesen sei. Diese Beisetzung des toten Stammapostels J.G. Bischoff wird fuer alle
Zeiten ein trauriges Ereignis bleiben, und fuer alle Zeiten wird sein Sohn Friedrich
Bischoff in diese traurige Geschichte ebenfalls eingehen.

Ist Walter Schmidt ein Stammapostel?

Nach der allgemeinen neuapostolischen Lehre, wurde der Nachfolger, also der kom-
mende Stammapostel, immer von dem noch amtierenden Stammapostel im Einverneh-
men mit den Aposteln, in einem grossen Gottesdienst feierlich bestimmt und einge-
setzt. So erhielt der Stammapostel Hermann Niehaus das Stammapostelamt von sei-
nem Vorgaenger, dem Stammapostel Krebs. Der Stammapostel J.G. Bischoff er-
hielt das Stammapostelamt von dem Stammapostel Hermann Niehaus. Peter Kuhlen
erhielt das Stammapostelamt im Auftrage des Apostel-Kollegiums von dem Stamm-
apostel J.G. Bischoff. Demnach war der Apostel Peter Kuhlen nach der neuaposto-
lischen Lehre der neue Stammapostel. Denn zu Lebzeiten des Stammapostels J.G.
Bischoff ist kein anderer Stammapostel als Nachfolger bestimmt worden (Bemer-
kung: Ich persoenlich will hier Peter Kuhlen nicht ruehmen, denn ich gehoere nicht
zu seiner Gemeinschaft, sondern um der Wahrheit willen muss ich so schreiben).
Herr Peter Kuhlen ist nach wie vor der tatsaechliche Stammapostel aller neuaposto-
lischen Gemeinden und Kirchen, und nicht Walter Schmidt. Der Hinweis, dass Peter
Kuhlen das Stammapostelamt freiwillig zurueckgegeben habe, ist falsch und voellig
unrichtig, denn ein Stammapostel kann sein Amt nicht zurueckgeben! Friedrich Bi-
schoff war mit dem Beschluss aller Apostel, dass Kuhlen der Nachfolger nach dem
Tode seines Vaters J.G. Bischoff werde nicht einverstanden, obwohl er zu dieser
Zeit auch kein Apostel war. Fuer Friedrich Bischoff war Ap. Kuhlen als Stamm-
apostel eine grosse Gefahr. Warum? Friedrich Bischoff befuerchtete, dass Peter
Kuhlen als neuer Stammapostel ihm das Handwerk als alleiniger Besitzer des Ver-
lages, der ja tatsaechlich den Neuapostolischen Gemeinden gehoerte, legen wuer-
de. Darueber in weiteren Artikeln dieses Rundschreibens.

Die Habgier des Geldes frass im Herzen von Friedrich Bischoff! Um nun den Nach-
folger Peter Kuhlen als Stammapostel auszuschalten, wurde das Dogma dass der
Herr Jesus zu Lebzeiten des Stammapostels J.G. Bischoff kimmen werde, geboren.

Friedrich Bischoff und sein Busenfreund Gottfried Rockenfelder, ehemaliges Mit-
glied der "Foerdernden S.S." leiteten die Geburtswehen des Dogma ein. Und sie-
he da, eines Tages war es soweit, und der Stammpostel J.G. Bischoff, der seinen
Nachfolger Peter Kuhlen feierlich unter Tausenden von Zeugen als seinen Nach-
folger in den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes eingesetzt
hatte, erklaerte kaum zwei Jahre spaeter: Der Herr hat mir persoenlich noch keinen
Nachfolger gezeigt. Auf die Frage warum er, also der Stammapostel J.G. Bischoff
aber den Apostel Peter Kuhlen als neuen Stammapostel und Nachfolger eingesetzt
habe, gab der Stammapostel J.G. Bischoff zur Antwort: Nicht ich, sondern die ge-
samten Apostel haben es so gewollt. Mir hat der Herr wissen lassen, dass er zu
meiner Lebzeit kommt, und ich der letzte Stammapostel sei. Nun kann man die Fra-
ge stellen, haben sich alle damaligen Apostel geirrt? Wenn nun nach der neuaposto-
lischen Lehre Jesus durch die Apostel spricht, was ist dann Wahrheit und was ist
Luege? Alle Apostel stimmten fuer den Apostel Kuhlen als Nachfolger, und nur
ein Apostel (Bemerkung: der Stammapostel ist auch nur ein Apostel) also J.G.
Bischoff, der aber bei der feierlichen Einsetzung von Peter Kuhlen auch einver-
standen war, dann kaum zwei Jahre spaeter leugnete. Was ist nun auch hier Wahr-
heit und Luege? Wer hatte dem Stammapostel J.G. Bischoff das Maerchen vom
Kommen des Herrn Jesu zu seiner Lebzeit, und dass er der letzte Stammapostel
sei, beigebracht? Der sprechende Jesus hiess, und heisst noch heute: Friedrich
Bischoff. Der Stammapostel J.G. Bischoff predigte danach immer und immer wie-
der, dass er der letzte Stammapostel sei. Man bedenke, wie es den Aposteln, die
den Apostel Kuhlen zum Nachfolger gewaehlt hatten, zumute war. Es war eine
beleidigung groessten Ausmasses fuer diese Apostel und noch groesser fuer den
Nachfolger Peter Kuhlen. Um allen Beeidigungen ein Ende zu machen, legte Peter
Kuhlen dass Stammapostelamt nieder, obwohl er es nicht konnte, noch bis heute
nicht kann. Denn ein Stammapostel wird auf Lebzeiten gewaehlt und bestimmt.
Also ist und bleibt Apostel Peter Kuhlen der rechtsmaessige Stammapostel nach
dem Tode von J.G. Bischoff.
Nach dieser wahrheitsgetreuen Schilderung, ist der Mann, Walter Schmidt, kein
Stammapostel.

Wer machte den Herrn Walter Schmidt zum Stammapostel?

In welchem grossen Gottesdienst ist Walter Schmidt feierlich als Stammapostel ein-
gesetzt und bestaetigt worden? Wer setzte Walter Schmidt zum Stammapostel ein?
Ja, meine lieben ehemaligen Brueder und Geschwister, ihr duerft fragen, auf wel-
cher geheimnisvollen Verschwoerung wurde Walter Schmidt dann Stammapostel?
Der Mann Walter Schmidt hatte genau so gelogen, wie alle Genossen von Fried-
rich Bischoff. Auch Walter Schmidt wusste dass das Dogma falsch war. Auch wusste
Walter Schmidt dass der Apostel Kuhlen der tatsaechliche neue Stammapostel sei.
Warum predigte Walter Schmidt auch in der Dogma-Zeit die Saetze: J.G. Bischoff
ist der letzte Stammapostel? Warum? Auch Walter Schmidt war ein Gegner von
Peter Kuhlen und ein "Gerne-Gross", und vor allem ein guter Verbuendeter seines
Herrn, dem Sohn des Stammapostels, naemlich von Friedrich Bischoff [...]. Und
dafuer bekam Walter Schmidt den Judaslohn, naemlich das neue Stammapostelamt.
Nach der stillen Trauerfeier am Grabe des toten Stammapostels J.G. Bischoff einig-
ten sich die anwesenden [...] Apostel mit ihrem Herrn, also mit Friedrich Bischoff,
dass Walter Schmidt laut den Vereins-Satzungen der neuapostolischen Gemein-
den hiermit als neuer Stammapostel von den Anwesenden bestimmt und gewaehlt
worden ist. Demnach ist Walter Schmidt ein Vereins-Satzungs-Stammapostel.
Nun die berechtigte Frage: Ist Walter Schmidt ein derartiger grosser Betrueger
und Luegner, indem er sich selber belog? Denn er, Walter Schmidt, predigte doch
auch dass der Stammapostel J.G. Bischoff der letzte Stammapostel sei! Warum
nahm Walter Schmidt aber dennoch das Amt als Stammapostel an? Man kann nur
sagen: Oh du armer Mensch, wer wird dir deine Suenden einmal vergeben? Viel-
leicht der Dogma-Spezialist Friedrich Bischoff?

Der Reichtum von Friedrich Bischoff

Meine lieben ehemaligen Brueder und Geschwister, ich bitte euch alle, hier be-
sonders nachdenklich diesen Bericht zu lesen, denn wie kann ein Mensch reich
an Geld und Gueter werden wo von zu Hause nichts zu erwarten war?
Wie arm der Stammapostel J.G. Bischoff war koennen Sie von meinem Freund
und Mitbruder Jakob Bitsch, 6141 Gronau ueber Bensheim, Hauptstr. 126 er-
fahren. Jakob Bitsch war einmal ein Bezirksevangelist und trennte sich im Jahre
1949 von Frankfurt. Ebenfalls auch einige Gemeinden. Der fruehere Stamm-
apostel J.G. Bischoff wurde in damaliger Zeit von dem Vater Bitsch finanziell
unterstuetzt. Beide waren zusammen seiner Zeit neuapostolisch geworden. Und
dadurch entstand eine innere Verbindung zwischen dem Hause J.G. Bischoff
und dem Hause der Familie Bitsch. Jakob Bitsch kennt diesen Fritz Bischoff
sehr genau. Bitte besuchen sie, wenn Sie wollen, Herrn Jakob Bitsch, oder
fragen sie dort an.
Dass Friedrich Bischoff heute ein Millionaer ist, verdankt er seinem Vater,
denn der Verlag "Unsere Familie" gehoerte einstens den neuapostolischen
Gemeinden. Da nun Fritz sah, wieviel Geld daran zu verdienen sei, ergaunerte
er sich durch seinen Vater die "Alleinrechte" des Verlages zunaechst auf 25
Jahre. Alle Reinverdienste flossen nun in Stroemen in Fritzchens Tasche. Was
nun ein Verlag hereinbringt, hier der Beweis: Ein Verlag von 200000 Abon-
nenten bringt einen sehr guten Verdienst ein. Man bedenke, alle Illustrierten
zahlen an die Werber, die fuer den Verlag arbeiten, pro Aufnahme zirka 5,- bis
10,- DM Provision. Und was zahlt Fritz Bischoff? Die Vorsteher in den Gemein-
den oder die Diakone oder Unterdiakone erhalten fuer diese Werbung keinen
Pfennig. Bei 200000 herausgegebenen Illustrierten (Unsere Familie) wuerden die
Werbungskosten eine Million DM betragen. Und diese eine Million ist schon fuer
unseren Fritz ein schoener Ueberschuss-Gewinn. Dazu kommt, dass die anderen
Verlagsgesellschaften fuer Einkassierung der Betraege, dem Kassierer 10% der
einkassierten Gelder zahlen. Und was zahlt Friedrich Bischoff seinen Leuten?
Nicht einen Pfennig. Ja, ja, das sind Reinverdienste fuer den [...] Apostel und
Dogma-Erfinder Fritz Bischoff. Auch braucht er sich keine Sorgen zu machen,
dass Abonnenten abspringen, denn die Diakone oder Unterdiakone zahlen des
oefteren die Ueberreste aus eigener Tasche... ja, ich habe frueher auch aus eige-
ner Tasche beigelegt.
Hinzu kommt aber noch, dass der Verlag auch noch andere Drucksachen heraus-
bringt. Wie Waechterstimme, Gesangbuecher, Unterrichtsbuecher usw. Auch
daran wird viel Geld verdient. Ich kenne mich im Verlagswesen gut aus. Was ich
schreibe ist Wahrheit. Friedrich Bischoff wusste genau was er wollte und warum
er das Dogma fuer seinen Vater erfunden hatte.
Liebe Geschwister, waere es nicht besser gewesen, man haette fuer die alten Ge-
schwister Alters-Heime oder Wohnungen fuer die alten Geschwister gebaut? Was
hat die Neuapostolische Kirche bis heute hier "Gutes" geschaffen? Rein gar nichts!
Fritz steckt nach wie vor alle verdienste in seiner Tasche. Aber, noch ist nicht aller
Tage Abend fuer diesen [...] Fritz Bischoff gekommen, aber das Gericht des Ewigen
wird ihn bald erwischen.

Wie hoch sind die Gehaelter der [...] Apostel, Bischoefe, Bezirksaeltesten,
Bezirksevangelisten und Aeltesten?


Zur Zeit des Stammapostels Hermann Niehaus gab es kaum bezahlte Apostel, Bi-
schoefe, geschweige Aelteste und Bezirksevangelisten. Vor ueber 50 Jahren galt das
Schlagwort, wenn man das "neuapostolische Zeugnis" den Fremden beibringen woll-
te, immer und immer wieder: bei uns wir keiner bezahlt. Fragen Sie bitte die Alten,
sie wissen es noch genau! Ich habe mit den Bruedern in dieser Zeit viel geworben.
Und unsere Hinweisungen waren immer: wir "Neuapostolischen" haben keine bezahl-
ten Aemter. Damit haben wir geworben und viel Menschen den neuapostolischen Ge-
meinden hinzugefuehrt. Und wie ist es heute? Es gab damals sehr, sehr natuerliche
arme Apostel. Die Umwandlung kam als J.G. Bischoff das Stammapostelamt inne
hatte...
Ein Apostel der Neuapostolischer Kirche ist als "Kaufmaennischer Angestellter" bei
der Versicherung gemeldet und eingetragen. Er ist also ein Angestellter der Neuapos-
tolischen Kirche. Die Hinweise von Jesu: Matthaeus 5, Verse 24-26. Dazu Lukas 12,
verse 22-30 sind fuer die Apostel der Neuapostolischen Kirche nicht gueltig noch
bindend. Darin wollen sie von Jesu nichts wissen. Lieber berufen sie sich auf Paulus.
Ein Apostel der Neuapostolischen Kirche hat ein monatliches Einkommen, mit Spe-
sen und Gehalt, zirka 4000 DM (viertausend DM). Die Bischoefe dementsprechend
etwas weniger, ebenfalls die Bezirksaeltesten wieder etwas weniger und so weiter.
Und um des Geldes willen luegen sie wenns sein muss selbst die Luegen zur Wahrheit.
Sie leben von dem Fett ihrer Schafskoepfe, und kleiden sich von der Wolle ihrer
Schafskoepfe, und wenn es sein muss fuehren sie ihre Schafskoepfe selber zur
Schlachtbank hin. Liebe Geschister, warum opfert ihr fuer diese Luegner und Fau-
lenzer? Wer um des Geldes willen predigt, der ist immer ein Luegner, gleich welchen
Namen der Betreffende traegt.

Ein offenes Wort an meine "Anonym-Schreiber"

Ich erhalte nach Verteilung meiner von mir herausgegebenen Sonder-Nummern manch-
mal Briefe, die entweder nicht frankiert sind, oder der Schreiber ist zu Feige seine Un-
terschrift und Anschrift mitzuteilen, also "anonym".
Ich bemerke hierzu, dass ich Briefe, die nicht frankiert sind, auch nicht annehme. Die-
se Briefe bekommt die Post zurueck und werden von der Post auch vernichtet. Briefe
die keinen Absender noch eine Unterschrift haben, lese ich dennoch.
Doch sind diese Schreiber elende Kreaturen. Sie bedrohen mich, wollen mir Angst
einjagen. Ja man droht mich niederzuschlagen oder gar mein Lebenslicht ausblasen zu
wollen.
Und diese Leute nennen sich "Neuapostolisch".
Nun kenne ich aber keine Angst, auch bin ich nicht zaghaft oder schuechtern, und man
kann mich nicht beeinflussen. Selbst wenn sogenannte Killer bestellt wuerden. Was habe
ich schon zu verlieren, ich bin allein, meine liebe Frau ist abberufen worden, und ich diene
dem alleinigen Ewigen, dessen Gesandter ich geworden bin. Ja, ich habe noch mehr doku-
mentarische Unterlagen in meinem Besitz. Warum verklagt mich Fritz Bischoff nicht? Er
soll mich nur vor einem Gericht verklagen. Dann wuerde ich aber viele Journalisten und
israelitische Beobachter hinzuziehen lassen, es waere dieses ein Triumph fuer mich und
fuer die Wahrheit des Ewigen. Und die Geschichtsschreiber koennten noch mehr ueber
meine Person schreiben wie schon bisher.
Ich schreibe oeffentlich, warum schreibt man mir nicht offen und frei? Ich wuensche mei-
nen Anonym-Schreibern gute Besserung!

Wilhelm Parzich


Nachtrag:

Wo steht es geschrieben, dass die Juenger pensioniert werden muessen, so sie ein
gewisses Alter erreicht haben? Wie hoch war die Rente von dem Juenger Johannes?
Die neuapostolischen Apostel erhalten, wenn sie in den Ruhestand treten, zirka 2000
DM Rente im Monat. Die anderen Aemter dementsprechend weniger. Die Renten-
bezuege ergeben sch wie folgt: Erstens erhalten sie die gesetzliche Rente, durch die
Leistungen der Beitraege zur Altersversicherung... und hinzu zahlt die Neuapostolische
Kirchenleitung monatlich einen Zuschuss der zwischen 300 DM und 1000 DM liegt.
Warum? Damit diese Leute in ihrem Ruhestand sich befindend ihren Mund halten und
keine Wahrheiten erzaehlen. Was sagt die Schrift dazu? Bitte, man lese: Matth. 5,
Vers 16, Matth. 6, Vers 24-36, Matth. 8, Vers 20, Matth. 10, Verse 7-10 und Vers
24, Lukas 10, Vers 3-7. Liebe Brueder und Schwestern, auch unter euch gibt es Ge-
schwister, die nur eine kleine Rente beziehen, und diese armen Geschwister opfern ihr
Geld fuer wen und fuer was? Wer heute nur noch einen Pfennig in den neuapostoli-
schen Opferkasten hineinlegt, versuendigt sich an dem Herrn Jesu. Bitte beachten Sie
die angefuehrten Schriftstellen.

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Allein verantwortlich fuer den Inhalt der Sondernummer ist: Wilhelm Parzich, 665
Homburg-Saar, Westring 2. Nachdruck ohne Genehmigung ist verboten. Bestellungen
nimmt auch Walter Suchsland, Freier Prediger, 405 Moenchengladbach, Kalden-
kirchener Strasse 131, entgegen. [...]

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