1937. Kalender "Unsere Familie" fuer das neuapostolische Heim (Seiten 34-35), Artikel 'Unser taegliches Brot gib uns heute..' Eine Betrachtung zur Gegenwart von Hauptschriftleiter Erich Meyer-Geweke.

Der Bolschewismus ist der Vernichter aller abendlaendischen Kultur und aller menschlichen Werte und - was uns als neuapostolische Christen ganz besonders angeht: er ist der Vernichter des Christentums. Er stellte in diesen Dienst der absoluten Vernichtung ein millionenstarkes Heer. Wuerde sich der Bolschewismus nur auf Russland beschraenken, so waere darueber kein Wort zu verlieren. Dann waere er eine russische Angelegenheit. Wie aber die Erfahrung alle Welt, alle Kulturstaaten gelehrt hat und taeglich lehrt, ist es ueberall, wo Moskaus Kommunisten am Werke sind, ihr Ziel, zu zerstoeren und alle Staaten der Erde zu revolutionieren. Es ist, wenn man sich's recht ueberlegt, wie wenn eine Wahnsinnswelle nach der anderen von Moskau her ueber den Erdball flutet, eine Welle, in der, werden keine Schutzwaelle aufgerichtet, alles untergehen wuerde, was die Menschen als Kultur- und Geistesgut erworben haben, hegen und pflegen. Wir als neuapostolische Christen wissen es, aber ob sich wohl auch alle anderen darueber klar geworden sind, was geschehen waere, wenn im Jahre 1933 stat des Nationalsozialismus der Bolschewismus in Deutschland die Macht ergriffen haette? Was geschehen waere, wenn nicht der Fuehrer gesiegt und einen Wall gegen den Bolschewismus aufgerichtet und diesen Wall Jahr um Jahr so stark gemacht haette, dass daran heute die roten Blutwogen Sowjetrusslands sich brechen und zurueckfluten? Ob man sich wohl auch in den anderen Laendern und nicht nur in denen Europas darueber voellig klar geworden ist? Es geht naemlich alle an! Denn wenn es dem Bolschewismus gelingt, einen Wall niederzuwerfen, dann versinkt dasjenige Land, das dahinter liegt, in seinem eigenen Blute!

Und was geschaehe? Wuerden wir neuapostolische Christen, wo wir auch leben auf der Welt, noch in unseren Gotteshaeusern unsern himmlischen Vater bitten koennen: "...unser taegliches Brot gib uns heute..."? Wir wuerden es nicht koennen! Denn wir wuerden keine Gotteshaeuser mehr haben. Es waere die erste "Arbeit" des Bolschewismus, sie in Schutt und Asche zu legen. Die Bolschewiken, der internationale Kommunismus wuerde es als eine seiner ersten und wichtigsten Pflichten betrachten, unsere Gottesmaenner und an ihrer Spitze unsern geliebten Stammapostel zu beseitigen, denn er hat von jeher eine feine Witterung fuer wirkliche Werte gehabt. Er wuerde dabei nicht haltmachen und man darf wohl sagen: Haette er im Jahre 1933 die Macht an sich gerissen - viele, wohl die meisten von uns waeren nicht mehr am Leben. Unsere Kinder haette er vielleicht leben lassen, sofern sie klein genug waren, um ihm ungefaehrlich zu sein, denn auch der Bolschewismus braucht Nachwuchs. Aber welchem Martyrium waeren sie ausgesetzt!

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Der Nationalsozialismus Adolf Hitlers hat dem deutschen Volke den Aufbau aus einer politischen, wirtschaftlichen und sittlichen Zerrissenheit ermoeglicht, er schuetzt die Familie als die wichtigste Lebenszelle des Staates. Er ist eine rein deutsche Angelegenheit und nach den wiederholten Darlegungen seiner fuehrenden Maenner kein Ausfuhrartikel. Jedes Land wird seiner Eigenart, seiner ganzen Struktur gemaess regiert und es wird diese Eigenart zu Nutz und Frommen seiner Bewohner wahren. Darueber hinaus: Alle guten Kraefte - in Deutschland und ueberall auf Gottes weiter Erde - vermoegen aufzubauen. Eins aber steht ebenso fest: Der Bolschewismus ist die boese Kraft, die nur zu zerstoeren vermag!

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Was aber waeren wir als neuapostolische Christen ohne die unablaessige Arbeit unserer Apostel, die uns mit geistigem Brot versorgen und uns unser Leben im Sinne Christi vorleben? "Unser taegliches Brot gib uns heute," wenn wir das unter den Augen des lieben Stammapostels, der Apostel und der dienenden Brueder in unseren Gotteshaeusern noch bitten duerfen, dann duerfen wir es nur deshalb, weil uns das bluetige Schicksal Russlands und Spaniens erspart geblieben ist. Das aber danken wir dem Fuehrer. Und wir wollen unsern himmlischen Vater weiter bitten, dass er ihm Kraft gebe, uns auch fuerderhin vor diesem furchtbaren Schicksal jener Laender zu bewahren. Uns und die anderen Voelker!

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