Brief (17.7.1998) von BezAp Leber ueber das Rundschreiben von 'Schaliach'.

An die
Bischoefe, Bezirksaemter und Gemeindevorsteher der
Gebietskirchen Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern

Meine lieben Brueder,

In diesen Tagen haben etliche unter Euch einen Brief eines gewissen Dr. med. Erwin
Meier-Widmer erhalten, in welchem dieser Angriffe gegen den Stammapostel und unsere
Kirche richtet. Eine Seite dieses Briefes ist ueberschrieben "Neuapostolische in Deutsch-
land!". Man muss also davon ausgehen, dass der Verfasser eine weite Verbreitung seiner
Gedanken anstrebt. Ich habe mich entschlossen, Euch hierzu einige Informationen zu
geben, damit Ihr das Schreiben richtig einordnen koennt. Gut wird es auch sein, wenn wir
einheitlich reagieren.

Besagter Dr. Erwin Meier-Widmer ist Mitglied unserer Kirche, besucht sogar regelmaessig
die Gottesdienste, geht aber in letzter Zeit vermehrt an die Oeffentlichkeit mit einer un-
sachlichen Kritik und ueberspitzten Polemik. Sein Ziel ist es, den Stammapostel und die
Apostel durch Maenner abzuloesen, die "von der Basis" gewaehlt werden. Von daher ist
schon zu sehen, was von diesem Papier zu halten ist ...

Es geht in diesem Brief im wesentlichen um drei Themen:

1. das Einkommen des Stammapostels
2. das Prophetenamt
3. die Botschaft des Stammapostels Bischoff

Fragen koennte das erste Thema aufwerfen. Daher moechte ich darauf hinweisen, dass das
Gehalt des Stammapostels von dem fuehrender Maenner in anderen sozialen Organisatio-
nen vergleichbarer Groesse abgeleitet ist. Es ist das Bemuehen des Verfassers erkennbar,
Neidgefuehle zu wecken. Das ist ein erbaermlicher Stil. Einer sachlichen Kritik koennte man
auch sachlich begegnen, aber um eine solche Auseinandersetzung geht es dem Verfas-
ser gar nicht.

Zu den beiden anderen Themen koennte man ebenfalls viel sagen, aber das wuerde den
Rahmen meines Briefes sprengen; ich denke nicht, dass diese Themen grosse Irritationen
ausloesen.

Ich bitte Euch sehr, Ruhe zu bewahren und dieses Gedankengut nicht in Eure Familien,
den Kreis der Amtstraeger oder sogar den Gemeinden hineinzutragen. Das ist dieser Brief
nicht wert.

Ich bitte Euch auch, von einer Antwort an den Verfasser abzusehen, denn das wuerde nur
zu einer unnoetigen Auseinandersetzung fuehren und unter Umstaenden gegen uns ver-
wandt werden. Der Briefschreiber hatte ja selbst Kontakt mit dem Stammapostel und
einigen Bezirksaposteln: wenn das ihn nicht von weiterer Kritik abgehalten hat, ist nicht
damit zu rechnen, dass er sich von uns etwas sagen liesse.

Bei Anfragen aus dem Geschwisterkreis koennt ihr selbstverstaendlich sachlich Stellung
nehmen und das Noetige dazu sagen. Sofern spezielle Fragen von Gewicht auftauchen,
bitte ich Euch, die Apostel einzuschalten.

Euch fuer Eure Unterstuetzung dankend gruesst herzlich

Euer

(gez.) Wilhelm Leber

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